Chicago – Beim 2:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA blieb Jamal Musiala (23) in der ersten Halbzeit weitgehend unsichtbar. Der Offensivstar der DFB-Elf fand kaum ins Spiel, verlor häufig den Ball und zeigte zu wenig Tempo. Immerhin leitete er das entscheidende 2:1 mit einem präzisen Pass auf Kai Havertz ein.
Musiala noch nicht in WM-Form
Trotz der Vorlage bleibt der Eindruck, dass Musiala nach seiner schweren Verletzung bei der Klub-WM 2025 noch nicht wieder in Topform ist. Auch Florian Wirtz (23), der eine schwierige erste Saison in Liverpool hinter sich hat, blieb lange blass. Vom gefeierten Duo „Wusiala“ muss deutlich mehr kommen, wenn Deutschland bei der Weltmeisterschaft bestehen will.
Nagelsmann stellt sich vor seine Stars
Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) stellte sich nach der Partie demonstrativ vor seine beiden Kreativkräfte. Trotz der durchwachsenen Leistung zollte er ihnen öffentlich Lob und sprach ihnen Vertrauen aus. „Jamal tritt immer besser auf, Flo ist eh top drauf. Über Wochen war er verletzt oder gesundheitlich angeschlagen. Beides sind extrem wichtige Spieler“, so Nagelsmann.
Er betonte, dass Musiala noch Zeit brauche, aber bis zum ersten WM-Spiel gegen Curacao am 14. Juni in Houston werde er bei 100 Prozent sein. „Ich finde, dass er heute schon viel besser die Situation gelöst hat als gegen Finnland. Er hat zwei herausragende Pässe gespielt. Da mache ich mir keine großen Sorgen. Sie haben es beide gut gemacht, und ich bin mir sicher, dass sie im Ernstfall noch ein, zwei Gänge hinzulegen können“, fügte der Bundestrainer hinzu.
Rückenwind für die WM
Nagelsmann will Musiala und Wirtz den Rücken stärken, weil er weiß, dass er beide in Top-Form benötigt. Noch eine Woche bleibt, um sich bis zum Turnierstart in Houston optimal vorzubereiten. Die deutsche Mannschaft hofft, dass das Duo dann seine volle Klasse abrufen kann.



