David Raum, der 28-jährige Star des DFB, hat vor der anstehenden Weltmeisterschaft eine klare Ansage gemacht. Vier Tage vor dem deutschen Auftaktspiel gegen Curaçao am Sonntag (19 Uhr deutscher Zeit, live in der ARD, bei MagentaTV und im Liveticker bei BILD.de) äußerte sich der Kapitän von RB Leipzig selbstbewusst über die Erwartungen an das Turnier.
Raum: „Wir sind Deutschland, wir haben Ansprüche“
„Mit unserem Kader, unserem Trainerteam und dem fantastischen Team ums Team herum glaube ich, dass die Vorzeichen sehr gut sind, dass wir sehr weit in diesem Turnier kommen“, sagte Raum. „Und wenn wir ganz ehrlich sind: So ein Turnier bestreitet man nicht, um Dritter zu werden, sondern wir sind Deutschland, wir haben Ansprüche an uns und wenn man in ein Turnier geht, dann will man das Maximum.“ Der 28-Jährige unterstrich damit den hohen Anspruch der Nationalmannschaft.
Unterhaltsamer Pressekonferenz-Auftritt mit Ouédraogo
Am Mittwoch stellte sich Raum gemeinsam mit seinem Leipziger Teamkollegen Assan Ouédraogo (20) den Fragen der Journalisten. Die beiden sorgten mit einem unterhaltsamen und sympathischen Auftritt für Lacher, sprachen aber auch ernste sportliche Themen an. Dabei ging es unter anderem um Raums aktuelle Rolle im Team.
Herausforderer-Rolle nach starker Konkurrenz
Nachdem der Linksverteidiger in der WM-Qualifikation gesetzt war, musste er sich in den letzten Testspielen hinter Nathaniel Brown (22/Frankfurt) anstellen. Nun hat Raum wieder die Nase vorn. Er erklärte: „Zuallererst muss man sagen, wir sind zwei sehr unterschiedliche Spielertypen. Er spielt in Frankfurt eine sehr offensive Rolle, rückt immer wieder im Zentrum ein. Er macht das herausragend, hat eine sehr, sehr gute Saison gespielt, obwohl Frankfurt ein bisschen gestruggelt hat in der Liga. Das ist ein Kompliment an ihn.“
Raum über seine Joker-Rolle: „So ein Turnier ist lang“
Raum weiter: „Ich hatte am Ende der Saison, wie es der Trainer auch gesagt hat, ein bisschen körperliche Probleme. Aber ich komme immer besser in Fahrt, bin immer fitter. Ich habe auch mit dem Trainer schon geredet. Ich weiß meine Rolle zu akzeptieren. Ob auf dem Platz oder daneben. Wenn ich reinkomme, gebe ich alles. Am Ende sind wir auf dieser Position top besetzt. Der Trainer hat es schwer und genauso sollte es sein. So ein Turnier ist lang und selbst wenn ich am Anfang nicht starte: Die Mannschaft kann sich auf mich verlassen. Ich weiß, was meine Stärken sind, wie ich dem Team helfen kann und das weiß Julian (Nagelsmann) auch.“
Jetzt will Raum bei der WM zeigen, was er kann – ob als Joker oder als Stammspieler. Die deutsche Nationalmannschaft startet mit hohen Erwartungen in das Turnier.



