Olympia-Albtraum für Deutschland: Eishockey-Aus, Slalom-Drama und Biathlon-Pleite
Deutscher Olympia-Albtraum: Pleiten in Eishockey, Slalom, Biathlon

Deutscher Olympia-Albtraum: Ein bitterer Mittwoch in Norditalien

Pleiten, Pech und Pannen – das deutsche Team erlebte bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien einen Mittwoch, der in die Annalen eingehen wird. Gleich in drei Disziplinen blieb die erhoffte Medaille aus: eine Eishockey-Klatsche, ein Slalom-Blackout und ein Nervenversagen im Biathlon machten den Tag zu einem wahren Albtraum für die deutschen Athleten.

Eishockey-Traum geplatzt: 2:6-Klatsche gegen Slowakei

Den ersten herben Dämpfer musste das deutsche Eishockey-Team hinnehmen. Im Viertelfinale unterlag die Mannschaft um NHL-Superstar Leon Draisaitl der Slowakei mit einem deutlichen 2:6. Der Traum vom Halbfinale und möglichem Edelmetall war damit jäh beendet. Bereits zu Beginn des zweiten Drittels stand es 0:3, sechs Minuten später 0:4 – die Partie war praktisch entschieden.

Bundestrainer Harold Kreis zeigte sich ernüchtert: „Ich suche keine Ausreden, aber Tempo hängt auch mit dem körperlichen Zustand zusammen. Wir spielen das zweite Mal in 24 Stunden, die Slowaken hatten drei volle Tage frei.“ Tatsächlich hatte das DEB-Team sein viertes Spiel innerhalb von fünf Tagen absolviert, während die Slowaken fast vier Tage Pause genossen.

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Leon Draisaitls Fazit fiel ernüchternd aus: „Manchmal geht es schnell, bis Mannschaften sich finden, und bei uns hat es einfach zu lange gedauert.“ Ein bitteres Ende der Olympia-Mission für die deutschen Eishockey-Profis.

Slalom-Drama: Lena Dürrs 1,3-Sekunden-Albtraum

Noch härter traf es die deutsche Slalom-Asserin Lena Dürr. Nach einem starken ersten Durchgang, der sie auf Platz zwei gebracht hatte, erlebte sie im zweiten Lauf einen kompletten Blackout. Bereits an der ersten Stange verlor sie die Kontrolle – ihr Lauf dauerte nur 1,3 Sekunden.

„Katastrophe, Worst Case“, beschrieb Dürr selbst das Debakel. Im ZDF-Interview flossen bittere Tränen: „Es ist ein beschissenes Gefühl. Man kann es immer noch gar nicht realisieren im Ziel. Man meint immer, man kriegt hier noch so einen Re-Run und es geht nochmal von vorn los.“

Für Emma Aicher verlief das Rennen ebenfalls enttäuschend. Die doppelte Silbermedaillengewinnerin landete mit fast 2,5 Sekunden Rückstand nur auf Platz neun – weit entfernt von ihren eigenen Medaillenambitionen.

Biathlon-Staffel: Franziska Preuß' Nerven versagen erneut

Das deutsche Pech setzte sich im Biathlon fort. Bei der Frauen-Staffel sorgte Franziska Preuß für ein Nerven-Drama, das die Medaillenchancen zunichtemachte. Als zweite Läuferin schoss sie beim Stehendschießen viermal daneben – was eine Strafrunde für das deutsche Quartett bedeutete.

Janina Hettich-Walz und Schlussläuferin Vanessa Voigt konnten den Rückstand nicht mehr aufholen. Deutschland blieb mit 22 Sekunden Rückstand auf die Bronzemedaille nur der undankbare vierte Platz.

Besonders bitter für Franziska Preuß, die ihre erfolgreiche Karriere nach dieser Saison beenden will. Bei Olympia in Antholz wollte sie sich den perfekten Abschluss schenken, doch stattdessen wiederholten sich die Schießprobleme: Bereits in der Mixed-Staffel, im Einzelrennen, im Sprint und in der Verfolgung hatte sie ähnliche Schwierigkeiten.

Vor der Staffel hatte Preuß bereits gerätselt: „Es wackelt nur noch. Ich bin dann so angespannt und bekomme nicht mehr den Fokus auf das Wesentliche. Dann geht einfach nichts mehr.“ Nach dem neuerlichen Debakel trat sie nicht mehr vor die Kameras, sondern flüchtete mit Teamarzt Dr. Sebastian Torka in die Katakomben.

Ein Tag zum Vergessen

Der olympische Mittwoch wird dem deutschen Team lange in Erinnerung bleiben – allerdings nicht aus positiven Gründen. Drei große Medaillenchancen, drei bittere Enttäuschungen. Während andere Nationen jubelten, mussten die deutschen Athleten Lehrgeld zahlen. Die Hoffnungen ruhen nun auf den verbleibenden Wettkämpfen, um den olympischen Albtraum doch noch in einen Erfolgstraum zu verwandeln.

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