Deutscher Olympia-Coup löst bittere Tränen aus: Norwegerin bricht nach knapper Niederlage zusammen
Ein kleiner deutscher Triumph bei den Olympischen Winterspielen hat für große Emotionen gesorgt. Die Langläuferinnen Laura Gimmler und Coletta Rydzek sicherten sich im Teamsprint die Bronzemedaille und lösten damit bei der knapp geschlagenen norwegischen Konkurrenz tiefe Enttäuschung aus.
Tragische Heldin der Konkurrenz
Die Norwegerin Julie Bjervig Drivenes wurde zur tragischen Figur des Wettbewerbs. Mit einer grandiosen Schlussrunde schien sie noch auf Medaillenkurs zu sein, doch die deutsche Schlussläuferin Coletta Rydzek fing sie im Zielsprint haarscharf ab und verdrängte das norwegische Duo vom Podest. Unmittelbar nach dem Rennen brach Drivenes in Tränen aus.
„Ich war sehr enttäuscht, als ich die Ziellinie erreicht habe“, wird die 26-Jährige in norwegischen Medien zitiert. Ihre Teamkollegin Astrid Öyre Slind versuchte sie zu trösten, doch das Gefühl, ihre Mitstreiterin hängen gelassen zu haben, nagte an Drivenes.
Wiederholte Enttäuschung für norwegisches Duo
Die Enttäuschung war besonders bitter, weil es nicht das erste Mal war, dass das norwegische Team knapp am Podest vorbeischrammte. „Ich habe hier schon einen vierten Platz, Astrid auch. Jetzt stehen wir beide ohne Medaillen da - und ich hatte wirklich das Gefühl, dass wir gut genug dafür gewesen wären“, begründete Drivenes das Ausmaß ihres Frusts.
Drivenes hatte bereits im Einzelsprint den undankbaren vierten Platz belegt, während die 38-jährige Veteranin Öyre Slind über die 10 Kilometer Freistil ebenfalls ohne Medaille blieb. Diese wiederholte knappe Verfehlung des Podests verstärkte die emotionale Reaktion nach dem Teamsprint.
Deutsche Erlösung und internationale Podestplätze
Für die deutschen Athletinnen Laura Gimmler und Coletta Rydzek bedeutete der dritte Platz dagegen eine erlösende Medaille. Ihr Jubel stand im starken Kontrast zu den Tränen der Norwegerinnen.
Die Goldmedaille im Teamsprint gewannen die schwedischen Topfavoritinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist, die über sechs Runden im freien Stil ihre Klasse demonstrierten. Silber sicherten sich die Schweizerinnen Nadja Kälin und Nadine Fähndrich, die ebenfalls eine starke Leistung zeigten.
Der Wettbewerb im Langlauf-Teamsprint zeigte einmal mehr, wie dicht das Feld bei Olympischen Spielen zusammenhängt und wie emotional Sport auf höchstem Niveau sein kann. Während die deutschen Athletinnen ihren Erfolg feiern konnten, musste die norwegische Mannschaft eine weitere knappe Niederlage verkraften.



