Deutsches Rodel-Duo auf Gold- und Silberkurs bei Olympia in Cortina
Deutsches Rodel-Duo auf Gold- und Silberkurs in Cortina

Deutsches Rodel-Duo peilt Gold und Silber bei Olympischen Spielen an

Im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo entwickelt sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die olympischen Medaillen im Rodel-Einsitzer der Frauen. Die beiden deutschen Athletinnen Julia Taubitz und Merle Fräbel liegen nach den ersten beiden Wertungsläufen in aussichtsreicher Position für einen möglichen deutschen Doppelsieg.

Taubitz führt knapp vor Olympia-Debütantin Fräbel

Weltmeisterin Julia Taubitz führt das Feld nach zwei Läufen mit einer minimalen Vorsprung von nur 61 Tausendstelsekunden vor ihrer Teamkollegin Merle Fräbel an. Die 22-jährige Fräbel, die bei diesen Spielen ihr Olympia-Debüt feiert, hatte im ersten Lauf sogar einen neuen Bahnrekord im Cortina Sliding Centre aufgestellt, bevor sie sich im zweiten Durchgang einen kleinen Fehler leistete.

„Der zweite Lauf war supergeil. Da war ich im Flow und konnte es echt genießen“, berichtete Taubitz nach ihren starken Leistungen. Fräbel zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: „Ich bin noch mit dabei, und nach hinten ist Platz - das gibt natürlich Ruhe. Morgen wird wieder angegriffen.“

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Historischer Druck und Konkurrenzprobleme

Die deutschen Rodlerinnen stehen unter besonderem historischem Druck: Seit den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano stammte jede Olympiasiegerin im Damen-Einsitzer aus Deutschland. Dieser Tradition wollen Taubitz und Fräbel nun folgen und an den goldenen Auftakt von Max Langenhan anknüpfen, der am Vortag im Männer-Einsitzer überlegen gewonnen hatte.

Während die deutschen Athletinnen überzeugende Leistungen zeigten, patzten zahlreiche Konkurrentinnen. Die Weltcupführende Lisa Schulte aus Österreich und andere Mitfavoritinnen konnten nicht an ihre Bestleistungen anknüpfen, was die Position der deutschen Rodlerinnen zusätzlich stärkt.

Berreiter mit Außenseiterchance auf Bronze

Anna Berreiter, die Olympiazweite von Peking 2022, liegt nach zwei Läufen auf dem neunten Platz und hat damit realistische Chancen auf eine Bronzemedaille verpasst. Der Rückstand auf die führende Taubitz beträgt 0,867 Sekunden, wobei sie weniger als vier Zehntelsekunden hinter der drittplatzierten Lettin Elina Bota zurückliegt.

Taubitz will olympisches Trauma überwinden

Für Julia Taubitz haben diese Spiele besondere Bedeutung: Vor vier Jahren in Peking war sie im zweiten Lauf gestürzt und schließlich nur Siebte geworden. In Cortina will sie nun dieses olympische Trauma überwinden und die Nachfolge der zurückgetretenen Natalie Geisenberger antreten, die mit fünf Goldmedaillen zur erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin aller Zeiten wurde.

Die Entscheidung im Damen-Einsitzer fällt am Dienstag mit den beiden letzten Läufen (17:00 und 18:41 Uhr). Bis dahin bleibt das Rennen um Gold und Silber zwischen den beiden deutschen Hoffnungsträgerinnen spannend wie selten zuvor in der olympischen Rodelgeschichte.

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