Olympia-Premiere enttäuscht: DSV-Duo verpasst Medaille knapp – Schweizer Team triumphiert
DSV-Duo verpasst Medaille knapp – Schweizer Team triumphiert

Olympia-Premiere der Team-Kombination: DSV-Duo chancenlos, Schweizer Team triumphiert

Die Premiere der Team-Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026 endete für das deutsche Duo Simon Jocher und Linus Straßer mit einer herben Enttäuschung. Trotz vollem Einsatz konnten die beiden Athleten des Deutschen Skiverbands (DSV) ihre minimale Medaillenchance nicht nutzen und mussten sich mit Platz zehn begnügen. Währenddessen sorgte das Schweizer Team für eine faszinierende Überraschung und sicherte sich den Olympiasieg.

Deutsche Hoffnungen zerschlagen sich auf der Stelvio

Nach einer soliden Abfahrt von Simon Jocher lag das deutsche Team zur Halbzeit bereits mehr als eine Sekunde hinter den Podestplätzen zurück. Linus Straßer gelang es im anschließenden Slalom nicht, diesen Rückstand aufzuholen – der Münchner erzielte nur die elftbeste Zeit in dieser Disziplin. Am Ende fehlten Jocher und Straßer auf der anspruchsvollen Piste Stelvio in Bormio lediglich 0,70 Sekunden auf den dritten Platz, was die Enttäuschung noch vergrößerte.

„Ein gelungener Wettbewerb“, kommentierte Straßer nach dem Rennen, räumte aber gleichzeitig ein: „Mehr wäre drin gewesen.“ Der WM-Dritte suchte keine Ausreden für seine Leistung: „Ich bin sehr gut reingekommen, doch im flacheren Schlussteil war für mich nichts mehr drin. Da musst du alles voll am Limit fahren, clean sein – und Fehler wie meiner darfst du dir sowieso nicht erlauben.“ Dennoch betonte er: „Ich finde, dass wir trotzdem mit erhobenem Haupt aus dem Wettbewerb gehen können.“

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Schweizer Team sorgt für spektakuläre Überraschung

Der packende Kampf um die Medaillen wurde von einer unerwarteten Entwicklung dominiert: Gold gewann das Schweizer Team bestehend aus Abfahrts-Weltmeister und Olympiasieger Franjo von Allmen sowie dem Slalom-Spezialisten Tanguy Nef. Besonders die Leistung von Nef sorgte für großes Staunen – der 29-Jährige, der im Weltcup noch ohne Sieg geblieben war, fuhr völlig unerwartet die beste Zeit im Slalom.

ARD-Experte Felix Neureuther zeigte sich beeindruckt: „Tanguy Nef – bist du narrisch, hat der abgeliefert. Ich bin noch ein bisschen sprachlos, muss ich sagen. Viele haben vorher gesagt, dass die Situation nicht einfach ist. Aber dann im Slalom die Laufbestzeit zu fahren, ist bockstark. Das war Slalom vom Allerfeinsten.“

Zwei Silbermedaillen und italienisches Drama

Die Olympiasieger aus der Schweiz sicherten sich mit einem gewaltigen Vorsprung von 0,99 Sekunden den Titel. Silber ging gleich an zwei Mannschaften: Österreich 1 mit Vincent Kriechmayr und Manuel Feller sowie das hochfavorisierte Team Schweiz 1 mit Marco Odermatt und Loic Meillard, der den Slalom jedoch völlig verpatzte.

Ein besonders dramatisches Ende erlebte Team Italien 1: Nachdem Giovanni Franzoni, der Olympia-Zweite in der Abfahrt, eine Halbzeit-Führung erzielt hatte, vergab Alex Vinatzer im Slalom alle Chancen auf eine Medaille. ARD-Kommentator Bernd Schmelzer schilderte die emotionale Szene: „Vinatzer ist am Boden zerstört. Er ist am Boden zerstört, darüber müssen wir doch gar nicht reden.“

Die Premiere der Team-Kombination bei Olympischen Spielen hat damit gezeigt, dass diese Disziplin nicht nur technisches Können, sondern auch starke Nerven und perfektes Teamwork erfordert. Während das deutsche Duo die Medaille knapp verpasste, schrieb das Schweizer Team mit einer überraschenden Leistung bereits jetzt Olympia-Geschichte.

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