In Sorge um seine schwer gestürzte Freundin Urska Zigart hat Rad-Superstar Tadej Pogacar einen weiteren Etappensieg bei der Tour de Suisse knapp verpasst. Nach einer Aufholjagd in der Schlussphase der zweiten Etappe über 157,7 Kilometer rund um Locarno fehlten dem slowenischen Weltmeister nur vier Sekunden auf eine sechsköpfige Ausreißergruppe, in der sich der Franzose Romain Gregoire den Tagessieg holte.
Gedanken bei der Lebensgefährtin
In Gedanken war Pogacar aber bei seiner Lebensgefährtin, die bei der zeitgleich ausgetragenen Tour de Suisse der Frauen einen Kilometer vor dem Ziel auf einer Bodenwelle schwer gestürzt war und einen Kieferbruch erlitten hatte. Das teilte ihr Rennstall nach einer Untersuchung im Krankenhaus mit. Unmittelbar nach der Etappe war zu sehen, wie Pogacar mit einem Handy telefonierte.
Gesamtwertung: Pogacar weiter klar vorn
In der Gesamtwertung hat der slowenische Ausnahmekönner, der in wenigen Wochen seinen fünften Sieg bei der Tour de France anpeilt, nach seinem Solo-Sieg zum Auftakt weiter einen komfortablen Vorsprung. Tokio-Olympiasieger Richard Carapaz liegt als Zweiter bereits 2:50 Minuten zurück.
Pogacar hatte auf der zweiten Etappe die Ausreißer lange gewähren lassen, ehe er in der Schlussphase an den beiden Bergen der dritten Kategorie mächtig aufs Tempo drückte und den Rückstand von über zwei Minuten fast alleine zufuhr.



