Der belgische Radprofi Tim Merlier hat die zwölfte Etappe der Tour de France gewonnen und damit die womöglich letzte Chance für die Sprinter bei dieser Rundfahrt genutzt. Der 33-Jährige siegte nach 179,1 Kilometern mit Start auf der Rennstrecke in Magny-Cours bis zum Ziel in Chalon-sur-Saône. Im Massensprint setzte er sich vor dem Niederländer Olav Kooij und seinem Landsmann Jasper Philipsen durch. Für Merlier war es bereits der dritte Etappensieg bei dieser Tour de France.
Deutsche Sprinter ohne Chance
Die deutschen Sprinter um Max Kanter und Pascal Ackermann waren bei der fünften Massenankunft chancenlos. Ein Sturz kurz vor dem Ziel überschattete das Finale, doch die deutschen Fahrer blieben unbeteiligt. Kanter landete als bester Deutscher auf Platz sieben. Damit setzt sich das Warten auf den ersten deutschen Tour-Etappensieg seit über fünf Jahren fort. Der letzte deutsche Sieg gelang Nils Politt im Jahr 2021 in Nimes.
Gesamtwertung: Pogacar bleibt souverän
In der Gesamtwertung änderte sich nichts an der Spitze. Tadej Pogacar führt weiterhin mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als drei Minuten vor Jonas Vingegaard. Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz liegt 4:44 Minuten zurück auf Platz sechs. Die Entscheidung im Kampf um das Gelbe Trikot wird in den Alpen erwartet.
Ausblick auf die 13. Etappe
Am Freitag steuert die Tour die Vogesen an. Über 205,8 Kilometer führt die Strecke von Dole nach Belfort. Rund 25 Kilometer vor dem Ziel ist der Ballon d'Alsace zu bewältigen, ein Berg der ersten Kategorie. Dies könnte eine erste Vorentscheidung im Gebirge bringen. Die Sprinter müssen sich hingegen auf weitere Flachetappen gedulden.



