Jonas Vingegaard triumphiert beim Giro d'Italia und schreibt Radsport-Geschichte
Vingegaard triumphiert beim Giro d'Italia

Jonas Vingegaard erringt historischen Triumph beim Giro d'Italia

Der dänische Radsport-Superstar Jonas Vingegaard hat einen weiteren Meilenstein in seiner beeindruckenden Karriere erreicht. In Rom bejubelte er zum ersten Mal den Gesamtsieg beim Giro d'Italia und krönte sich nach 21 kräftezehrenden Etappen zum Champion. Damit steigt der 29-Jährige in einen erlesenen Kreis auf: Er ist erst der achte Radprofi überhaupt, der alle drei großen Rundfahrten – Tour de France, Vuelta a España und nun auch den Giro – für sich entscheiden konnte.

„Es ist unglaublich. Es ist etwas, wovon ich mein ganzes Leben geträumt habe“, sagte ein sichtlich bewegter Vingegaard, der im Zielbereich herzlich von seiner Familie empfangen wurde. „Es ist ein besonderer Tag für mich.“ Ursprünglich hatte er sich vorgenommen, das Rosa Trikot zu gewinnen und eine Etappe zu siegen. „Jetzt sind es Rosa plus fünf Etappen geworden. Das ist besser gelaufen, als ich es mir je hätte vorstellen können“, so der Däne.

Vingegaard schließt sich den Legenden des Radsports an

Mit diesem Erfolg reiht sich Vingegaard in die illustre Runde von Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome ein – allesamt Radsportlegenden, die mindestens einmal alle drei großen Rundfahrten gewonnen haben. Der Däne fährt derzeit in der Form seines Lebens und zeigte sich bereits bei Paris-Nizza und der Katalonien-Rundfahrt in überragender Verfassung.

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Nach der finalen 21. Etappe in Rom lag Vingegaard in der Gesamtwertung mit einem deutlichen Vorsprung von 5:22 Minuten vor dem Österreicher Felix Gall und 6:25 Minuten vor dem Australier Jai Hindley vom deutschen Red-Bull-Team. Den Tagessieg im Sprint sicherte sich der Italiener Jonathan Milan, der vor heimischem Publikum triumphierte.

Blick auf die Tour de France und die Konkurrenz

Vingegaards großer Dauerrivale Tadej Pogacar, der in diesem Jahr nicht beim Giro am Start war, wartet noch auf seinen ersten Vuelta-Sieg. Die beiden Superstars werden sich voraussichtlich erst wieder bei der 113. Auflage der Tour de France treffen, die am 4. Juli mit dem Grand Départ in Barcelona beginnt. Neben dem Dauerduell zwischen Vingegaard und Pogacar wird es spannend sein zu beobachten, ob der letztjährige Tour-Dritte Florian Lipowitz aus Deutschland oder das französische Talent Paul Seixas den beiden Topfavoriten gefährlich werden können.

Vingegaard in den Bergen unschlagbar

Die letzte Etappe startete Vingegaard im Rosa Führungstrikot mit einer besonderen Geste: Aus einem Begleitfahrzeug erhielt er eine Tüte Fruchtgummis, die er genüsslich naschte und anschließend mit den anderen Fahrern teilte. Bei der anspruchsvollen Bergankunft in Piancavallo am Vortag hatte Vingegaard seine außergewöhnliche Form eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In den Bergen war er für die Konkurrenz nicht zu bezwingen und holte sich seinen fünften Etappensieg bei der 109. Italien-Rundfahrt – den fünften Bergsieg. Lediglich sein Teamkollege Sepp Kuss konnte einen weiteren Bergankunftssieg verbuchen.

Zukunftsaussichten des dänischen Radstars

Auf die Frage nach seiner Zukunft antwortete Vingegaard am Ruhetag: „Ich sehe mich nicht vor meinem 35. Lebensjahr aufhören. Ich werde 30, das dauert also noch eine ganze Weile. Außerdem plane ich keinen Teamwechsel. Ich gehe sogar davon aus, meine Karriere in diesem Team zu beenden.“ Der Fahrer des Visma-Teams scheint also noch viele Jahre im Radsportzirkus mitmischen zu wollen.

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