Die deutsche Extremschwimmerin Nathalie Pohl (31) startet am kommenden Dienstag, dem 11. August, einen neuen Weltrekord-Versuch: Sie will in vier Tagen von Frankfurt nach Köln schwimmen. Die rund 220 Kilometer lange Strecke führt über Main und Rhein und ist doppelt so lang wie ihre spektakuläre Ibiza-Umrundung im vergangenen Jahr, bei der sie gemeinsam mit dem Australier Andrew Donaldson rund 110 Kilometer bewältigte.
Challenge „RIVERS: Frankfurt to Cologne"
Unter dem Namen „RIVERS: Frankfurt to Cologne" will Pohl vom 11. bis 14. August täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang schwimmen. Los geht es um 6 Uhr morgens in Frankfurt. Das Ziel ist, bis Freitag die komplette Distanz zu schaffen. Begleitet wird sie dabei von rund 15 weiteren Teilnehmern, die einzelne Teilstücke mitschwimmen. Pohl schwimmt immer zwei Stunden, dann übernehmen zwei Begleitschwimmer für zwei Stunden. Die Plätze wurden unter Schwimmern aus Vereinen vergeben, die sich bewerben konnten. Alle ausgewählten Begleitschwimmer erhalten eine Sicherheitsboje als Zeichen für verantwortungsvolles Freiwasserschwimmen.
Risiken und Herausforderungen
Pohl hat sich in Portugal auf die Challenge vorbereitet. Gegenüber BILD machte sie deutlich, wie riskant das Vorhaben ist: „Die größte Herausforderung für mich ist die Länge der Strecke. Dazu kommen der Schiffsverkehr und die Strömung im Rhein. Ibiza haben wir zu zweit umrundet, da waren es 110 Kilometer. Jetzt ist es die doppelte Distanz. Dazu wird sicher auch der Schlafmangel kommen."
Spenden für Schwimmausbildung
Die Aktion verfolgt nicht nur sportliche Ziele. Durch Spenden, Kilometer-Aktivierungen und lokale Events entlang der Strecke soll Geld für Schwimmprojekte und die Schwimmausbildung für Kinder gesammelt werden. Pohl möchte gemeinsam mit DVAG hilft e.V. auf mangelnde Schwimmfähigkeit bei Kindern aufmerksam machen. „Mir liegt besonders am Herzen, dass immer noch viel zu viele Kinder nicht schwimmen können. Besonders in den Sommermonaten gibt es immer noch zu viele Badeunfälle. Die Statistik geht immer weiter nach oben. Das will ich ändern", sagte Pohl zu BILD.
Statistik zu Badeunfällen
Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft ertranken im vergangenen Jahr in Deutschland fast 400 Menschen. Pohl will ihre Bekanntheit nutzen, um mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. „Ich möchte eine Bewegung starten und etwas verändern. Als Zeichen für mehr Schwimmsicherheit in Deutschland."
BILD.de wird die komplette Challenge mit einem Livestream begleiten. Am Montagabend kündigte Pohl die Aktion auf ihrem Instagram-Kanal an und schrieb dort: „Ich kann’s kaum erwarten, endlich loszuschwimmen."



