Luke Littler (19) steht vor dem nächsten großen Wurf. Nach der 17:5-Demontage von Dirk van Duijvenbode (34) im Halbfinale greift der Darts-Dominator im Finale des World Matchplay heute Abend (21 Uhr, DAZN) nach einem weiteren Meilenstein seiner Karriere. Im Endspiel des ältesten (seit 1994) und neben der Weltmeisterschaft wichtigsten Turniers der PDC trifft Littler auf den Waliser Gerwyn Price (41).
Historischer Average im Visier
Für Littler geht es nicht nur um den nächsten Titel, sondern auch um einen historischen Rekord. Bei seinen bisherigen Auftritten in Blackpool spielte er in allen vier Matches einen Average von über 109 Punkten. Gegen den Briten Nathan Aspinall (35) kam er sogar auf 113,68 Zähler im Schnitt. Nur Darts-Legende Phil Taylor (65) war 2010 in einem Match mit 114,99 Punkten besser. „Das war unglaublich“, sagte Littler über das Spiel gegen Aspinall. „Das war das beste Spiel, das Nathan und ich jemals gegeneinander gespielt haben.“
Ins Endspiel geht Littler mit einem Turnier-Average von 110,88 Punkten. In seiner jetzigen Form ist davon auszugehen, dass er die bisherige Bestmarke von Taylor (106,31) pulverisieren wird. Taylor hält den Rekord für den höchsten Turnier-Average bei einem World Matchplay seit 2010.
Preisgeld-Rekord bereits gebrochen
Bereits mit dem Halbfinalsieg gegen van Duijvenbode durchbrach Littler als erster Spieler der Darts-Historie die Marke von 3 Millionen Pfund an eingespieltem Preisgeld in der „Order of Merit“ der PDC. Dieser Rekord unterstreicht seine Dominanz in den letzten Monaten.
Bestätigt Littler im Finale seine Ausnahme-Form, dürfte auch Gegner Price kaum eine Chance haben. Auch die Distanz, auf die gespielt wird (Best-of-35), spricht eindeutig für Littler. Denn: In Matches, in denen mindestens 20 Legs gespielt wurden, ist er seit aktuell 28 Spielen ungeschlagen. Eine unglaubliche Serie. Seine letzte Niederlage in einem solch langen Spiel kassierte er im WM-Finale 2024 gegen Luke Humphries.
Serie gegen Price spricht für Littler
Zudem konnte Littler gegen Price die letzten neun Spiele in Folge gewinnen. Der Waliser, selbst ein ehemaliger Rugby-Profi, hat also nicht nur mit Littlers überragender Form zu kämpfen, sondern auch mit einem psychologischen Nachteil. Price wird alles daran setzen, diese Negativserie zu beenden und seinen zweiten World-Matchplay-Titel nach 2021 zu holen.
Die Partie verspricht Hochspannung. Während Littler als klarer Favorit ins Finale geht, ist Price für seine Kampfstärke und emotionale Spielweise bekannt. Die Bühne in Blackpool ist bereit für ein weiteres historisches Kapitel im Darts-Sport.



