Die griechische Schiedsrichterin Eva Asderaki-Moore (44) wird am heutigen Sonntag das Wimbledon-Finale zwischen Alexander Zverev (29) und Titelverteidiger Jannik Sinner (24) leiten. Für die erfahrene Unparteiische ist es eine Premiere: Erstmals sitzt sie bei einem Herren-Endspiel in Wimbledon auf dem Schiedsrichterstuhl.
Asderaki-Moore: Eine Pionierin im Tennis
Asderaki-Moore gehört zu den renommiertesten Schiedsrichterinnen der Tenniswelt. Bereits 2015 schrieb sie Geschichte, als sie als erste Frau ein Herren-Finale bei einem Grand-Slam-Turnier leitete – das US-Open-Endspiel zwischen Roger Federer und Novak Djokovic. Dieser Meilenstein unterstreicht ihre herausragende Stellung in einer traditionell männerdominierten Rolle.
Die 44-Jährige hat im Laufe ihrer Karriere zahlreiche bedeutende Finalspiele gepfiffen. Ein besonders denkwürdiger Moment war das US-Open-Finale 2011 zwischen Serena Williams und Samantha Stosur. Damals griff Asderaki-Moore konsequent ein, als sie Williams wegen Behinderung der Gegnerin bestrafte – eine Entscheidung, die weltweit für Schlagzeilen sorgte.
Weitere Höhepunkte ihrer Karriere
Zuletzt leitete Asderaki-Moore unter anderem das US-Open-Finale 2024 zwischen Jannik Sinner und Taylor Fritz sowie das legendäre French-Open-Finale 2025 zwischen Sinner und Carlos Alcaraz. In Wimbledon war sie bereits für die Damen-Endspiele 2013 und 2017 verantwortlich. Nun folgt ihr erstes Herren-Finale auf dem heiligen Rasen des All England Clubs.
Das heutige Finale zwischen Zverev und Sinner verspricht Spannung pur. Während Zverev seinen ersten Wimbledon-Titel anstrebt, kämpft Sinner um die erfolgreiche Titelverteidigung. Asderaki-Moore wird dabei eine entscheidende Rolle spielen – ihre Erfahrung und Autorität sind auf dem Platz unverzichtbar.
Alexander Zverev, der in diesem Turnier bislang starke Leistungen gezeigt hat, steht vor dem Spiel seines Lebens. Mit Asderaki-Moore auf dem Stuhl kann er sich auf eine faire und professionelle Leitung verlassen. Die Griechin ist bekannt für ihre ruhige, aber bestimmte Art, die auch in hitzigen Momenten für Ordnung sorgt.
Ein Meilenstein für Schiedsrichterinnen
Der Einsatz von Asderaki-Moore im Herren-Finale von Wimbledon ist ein weiterer Schritt zur Gleichberechtigung im Tennis. Sie folgt damit anderen Pionierinnen wie Marija Čičak oder Alison Hughes, die ebenfalls wichtige Spiele geleitet haben. Ihre Karriere zeigt, dass Frauen auch auf höchstem Niveau in der Schiedsrichterei bestehen können.
Das Tennis-Publikum darf sich auf ein packendes Finale freuen, bei dem Asderaki-Moore im Mittelpunkt stehen wird – nicht als Hauptdarstellerin, sondern als unparteiische Instanz, die für faire Bedingungen sorgt. Die Partie beginnt um 15:00 Uhr deutscher Zeit und wird live im Fernsehen übertragen.



