Novak Djokovic hat mit seinem 105. Sieg in Wimbledon einen historischen Meilenstein erreicht. Der serbische Tennisstar zog mit dem zurückgetretenen Schweizer Roger Federer gleich und steht nun im Achtelfinale des Londoner Rasenturniers. Der 39-Jährige besiegte den Franzosen Arthur Rinderknech trotz eines Satzverlustes mit 7:5, 6:4, 1:6, 7:6 (7:4) und feierte damit seinen 105. Erfolg auf dem heiligen Rasen.
Ein besonderer Moment für Djokovic
„Geschichte zu schreiben in diesem Sport ist eine große Ehre“, sagte der siebenmalige Wimbledonsieger nach dem Match und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Ich schlage ein Duell zwischen mir, Roger, und mir um die 106 vor.“ Nur Tennis-Legende Martina Navratilova hat mehr Einzelmatches beim Londoner Rasenturnier gewonnen als Djokovic und Federer – sie kommt auf 120 Siege. Mit einem spektakulären Volley-Hecht im Stile seines früheren Trainers Boris Becker entschied Djokovic die Partie nach drei Stunden für sich. Für seine Tochter Tara auf der Tribüne legte er anschließend ein paar Tanzschritte hin.
Rinderknech als Herausforderer
Arthur Rinderknech, der im vergangenen Jahr in der ersten Runde von Wimbledon Alexander Zverev besiegt hatte, zeigte eine starke Leistung und gewann den dritten Satz klar mit 6:1. Djokovic kämpfte sich jedoch zurück und sicherte sich den vierten Satz im Tiebreak. Der Serbe jagt in Wimbledon seinen 25. Grand-Slam-Titel, nachdem er bei den French Open im Drittrunden-Aus ausgeschieden war. Auf Sand in Paris hatte er sich weniger Chancen ausgerechnet als nun auf Rasen in London.
Achtelfinalgegner Safiullin
Auf dem Weg zu seinem achten Wimbledon-Sieg trifft Djokovic im Achtelfinale auf den Russen Roman Safiullin. Dieser besiegte den aufstrebenden brasilianischen Jungstar Joao Fonseca überraschend glatt in drei Sätzen. Safiullin, der in der Weltrangliste auf Platz 50 steht, gilt als unangenehmer Gegner, der bereits mehrfach für Überraschungen gesorgt hat.
Sinner souverän weiter
Weniger Probleme als Djokovic hatte der italienische Titelverteidiger Jannik Sinner. Der Weltranglisten-Erste siegte souverän mit 6:4, 6:3, 6:4 gegen den US-Amerikaner Jenson Brooksby. Bei den French Open hatte der 24-Jährige in der Hitze von Paris mit dem dramatischen Zweitrunden-Aus einen Rückschlag hinnehmen müssen. In Wimbledon spielt Sinner nun gegen den japanischen Außenseiter Shintaro Mochizuki. Der Japaner behauptete sich überraschend gegen den spanischen Jungstar und French-Open-Viertelfinalisten Rafael Jodar.
Ausblick auf das Turnier
Die Wimbledon Championships 2024 versprechen weiterhin Spannung. Djokovic und Sinner gelten als die Topfavoriten auf den Titel, doch mit Spielern wie Safiullin und Mochizuki lauern Überraschungen. Djokovic strebt nach seinem 25. Grand-Slam-Titel, während Sinner seinen ersten Wimbledon-Titel verteidigen will. Die nächsten Runden werden zeigen, wer sich auf dem Rasen des All England Clubs durchsetzen kann.



