Tamara Korpatsch gewinnt WTA-Titel in Hamburg: Triumph nach Verletzungsleid
Korpatsch gewinnt WTA-Turnier in Hamburg

Tamara Korpatsch hat die Hamburg Ladies Open gewonnen. Die 31-jährige Deutsche besiegte im Finale die Ungarin Anna Bondar mit 6:3, 6:3 und feierte damit ihren zweiten WTA-Titel nach 2023. Der Sieg am Rothenbaum markiert das Ende einer schwierigen Phase: Nach ihrem ersten Titel war Korpatsch von Verletzungen zurückgeworfen worden und bis auf Rang 200 der Weltrangliste abgerutscht.

Emotionaler Sieg vor Heimpublikum

„Ich bin super happy. Mein Heimspiel zu gewinnen, in Hamburg, in meinem Club, vor meiner Haustür, bedeutet mir sehr viel“, sagte Korpatsch nach dem Match. Die gebürtige Hamburgerin spielte im eigenen Tennisclub und verwandelte gleich den ersten Matchball. Sie gab zu, dass sie mit einem Dreisatz-Match gerechnet hatte: „Deshalb wollte ich das Spiel beim 5:3 im zweiten Satz unbedingt machen. Da habe ich dann richtig Druck gemacht.“ Sogar ihr Outfit habe sie kurz vor dem Finale noch gewechselt, um die richtige Einstellung zu finden.

Sprung in die Top 50

Mit dem Sieg klettert Korpatsch in der Weltrangliste erstmals in die Top 50 – die beste Platzierung ihrer Karriere. Neben 250 Weltranglistenpunkten kassierte sie 32.520 Euro Preisgeld. Sie ist zudem die erste deutsche Siegerin in Hamburg seit Steffi Graf 1992. „Es war ein langer Weg zurück“, so Korpatsch. „Ich habe hart gearbeitet, und jetzt bin ich super happy.“

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Positive Bilanz der Turnierdirektorin

Turnierdirektorin Sandra Reichel zeigte sich trotz mäßiger Zuschauerzahlen zufrieden. „Dieses neue Format des Combined Events hat sich aus unserer Sicht komplett bewährt. Das Feedback von allen Seiten und die Qualität der Matches waren herausragend.“ Neben dem WTA-Turnier fanden erstmals die Hamburg Wheelchair Open statt, was laut Reichel gut ankam. Auch für 2027 ist Rollstuhltennis am Rothenbaum geplant, obwohl der Turniertermin und der Sponsorenvertrag mit MSC noch offen sind.

Zukunft des Turniers

Die Hamburg Ladies Open bleiben ein Fixpunkt im WTA-Kalender, doch die Organisation steht vor Herausforderungen. Reichel betont jedoch, dass das Konzept des kombinierten Events mit Rollstuhltennis überzeuge. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Vertrag mit dem Hauptsponsor verlängert wird und welcher Termin für 2027 festgelegt wird. Korpatsch jedenfalls genießt ihren Triumph: „Das war ein ganz besonderer Moment für mich.“

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