Nach ihrer Erstrunden-Niederlage in Wimbledon gegen die Australierin Maya Joint (20) droht Serena Williams (44) eine Strafe von 44.000 Euro. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin verweigerte die obligatorische Pressekonferenz und schickte stattdessen ein Statement per WhatsApp. Der All England Club, bekannt für seine strengen Etikette-Regeln, könnte die Strafe verhängen, obwohl aufgrund ihrer Prominenz eine Ausnahme möglich ist.
Comeback nach fast vier Jahren Pause
Williams war mit einer Wildcard ins Hauptfeld von Wimbledon zurückgekehrt, nachdem sie fast vier Jahre kein Einzel mehr gespielt hatte. Gegen die 20-jährige Australierin Maya Joint verlor sie mit 3:6, 7:6, 3:6. Trotz der Niederlage zeigte sie phasenweise ihr altes Spiel: kraftvoll und druckvoll. Die Atmosphäre auf dem Platz sei „fantastisch“ gewesen, so Williams in ihrem WhatsApp-Statement.
Ärger über verweigerte Pressekonferenz
Die Organisatoren waren verärgert, dass Williams als einzige Spielerin des Abends nicht zur Pressekonferenz erschien. Andere Stars wie Stan Wawrinka (41) und Matteo Berrettini (30) hatten ihre Termine wahrgenommen. Über Lautsprecher wurde den Journalisten mitgeteilt, dass Williams stattdessen ein Statement über WhatsApp schicken werde. Dieses fiel laut Berichten „belanglos“ aus: Williams bedankte sich für die Gelegenheit, in Wimbledon zu spielen, und betonte, wie sehr sie den Moment genossen habe.
Strafe von 44.000 Euro droht
Laut Turnierregeln müssen Spieler nach ihren Matches an Pressekonferenzen teilnehmen. Bei Verstoß droht eine Geldstrafe von bis zu 44.000 Euro. Ob diese gegen Williams verhängt wird, ist unklar. Aufgrund ihres Status als Superstar könnte eine Ausnahme gemacht werden. Ein Sprecher des All England Clubs äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall.
Doppel-Comeback mit Venus Williams
Williams hat noch eine Chance, sich zu rehabilitieren: Sie tritt im Doppel an der Seite ihrer Schwester Venus Williams (46) an. Auch dies ist ein Comeback nach fast vier Jahren. Die Frage bleibt, ob sie nach dem Doppel vor die Medien treten wird. Die Tenniswelt blickt gespannt auf das Schwestern-Duo, das bereits 14 Grand-Slam-Titel im Doppel gewann.



