Donald Trump, der 47. Präsident der Vereinigten Staaten, ist für seine ungewöhnlichen Gewohnheiten bekannt. Er trinkt bis zu zwölf Dosen Cola Light pro Tag und hat im Oval Office einen Knopf installieren lassen, mit dem er Bedienstete zur Nachfüllung rufen kann. Seine Vorliebe für Fastfood serviert er auch Gästen, und nach seiner Amtseinführung ließ er den historischen „Lincoln Bathroom“ aus den 1940er Jahren – einst schlicht, funktional und mintgrün – in ein Bad aus Marmor und Gold verwandeln.
Andrew Jackson und der Riesenkäse
Doch so skurril Trumps Marotten erscheinen mögen, die US-Geschichte ist voller Präsidenten mit noch seltsameren Angewohnheiten. Andrew Jackson, der von 1829 bis 1837 amtierte, ließ sich beispielsweise einen riesigen Käselaib von 635 Kilogramm ins Weiße Haus liefern. Er lud die Öffentlichkeit ein, um ihn zu verzehren – der Käse verschwand innerhalb von zwei Stunden. Jackson war auch für seine hitzigen Duelle bekannt und trug zeitlebens eine Kugel in der Brust, die ihm bei einem Pistolenduell zugefügt worden war.
John Quincy Adams und das Nacktbaden
John Quincy Adams, der sechste Präsident, pflegte jeden Morgen nackt im Potomac River zu baden. Einmal wurde ihm dabei die Kleidung gestohlen, woraufhin er einen vorbeikommenden Jungen bat, ihm eine Nachricht ins Weiße Haus zu bringen. Ein weiterer Präsident, William Howard Taft, war so korpulent, dass er oft in der Badewanne stecken blieb – er ließ daraufhin eine spezielle Wanne einbauen, die Platz für vier Personen bot.
Thomas Jefferson und der Schlafrhythmus
Thomas Jefferson, der dritte Präsident, hatte einen ungewöhnlichen Schlafrhythmus: Er schlief nur vier Stunden pro Nacht, dafür aber in zwei Etappen. Er stand oft um 4:30 Uhr auf, um zu lesen und zu schreiben, und legte sich nachmittags für eine Stunde hin. Er war auch dafür bekannt, stets in Pantoffeln und Bademantel zu erscheinen, wenn er Gäste empfing – selbst Diplomaten.
Calvin Coolidge und die Astrologin
Calvin Coolidge, der 30. Präsident, ließ sich regelmäßig von einer Astrologin beraten. Er plante seine Termine nach den Sternen und weigerte sich, an Tagen mit ungünstigen Konstellationen wichtige Entscheidungen zu treffen. Seine Frau Grace soll die Astrologin sogar im Weißen Haus einquartiert haben. Auch Ronald Reagan und seine Frau Nancy waren für ihre astrologischen Beratungen bekannt – sie konsultierten regelmäßig eine Wahrsagerin, um Termine und politische Schritte abzustimmen.
Boxring im Weißen Haus
Theodore Roosevelt, der 26. Präsident, ließ im Weißen Haus einen Boxring einrichten, in dem er regelmäßig trainierte. Er boxte auch gegen Profis und erlitt dabei einmal eine schwere Verletzung am Auge. Sein Nachfolger William Howard Taft hingegen zog Golf vor – er war der erste Präsident, der regelmäßig Golf spielte, und ließ den ersten Golfplatz am Weißen Haus anlegen.
George Washington und die falschen Zähne
George Washington, der erste Präsident, litt unter starken Zahnschmerzen und trug mehrere Sätze falscher Zähne – entgegen der Legende aber nicht aus Holz, sondern aus Elfenbein, Gold und sogar echten menschlichen Zähnen. Er war auch für seine Vorliebe für große Feste bekannt: Seinen Geburtstag feierte er oft mit aufwendigen Bällen, bei denen bis zu 500 Gäste tanzten.
Donald Trump und die Käfigkämpfe
Zurück zu Donald Trump: Er veranstaltete vor dem Weißen Haus eine Geburtstagsparty mit einem Käfigkampf. Der Präsident ließ einen Boxring aufbauen und lud Gäste ein, die sich in Schlagabtäuschen maßen. Trump selbst trat nicht in den Ring, sondern verfolgte die Kämpfe von der Seitenlinie aus. Die Veranstaltung wurde von Kritikern als geschmacklos bezeichnet, von Anhängern jedoch als unterhaltsame Abwechslung gefeiert.
Diese Anekdoten zeigen: Die US-Präsidenten waren schon immer für ihre Eigenheiten bekannt. Ob Riesenkäse, Nacktbaden oder Astrologie – die Marotten der Staatschefs sind so vielfältig wie die Nation selbst. Und Donald Trump reiht sich mit seinen Cola-Knöpfen und Fastfood-Vorlieben nahtlos in diese Tradition ein.



