Alexander Zverev (29) steht kurz vor dem größten Triumph seiner Karriere. Noch zwei Siege fehlen dem Hamburger zum ersehnten Grand-Slam-Titel, den er seit fast zwölf Jahren jagt. Doch für den Weltranglisten-Dritten ist Olympia-Gold der wichtigste Titel, den er je gewonnen hat.
Zverev: Goldmedaille unersetzlich
Vor und nach den Olympischen Spielen 2021 in Tokio betonte Zverev, dass die Goldmedaille für ihn das Größte sei. Viele nahmen an, dass er diese Aussage revidieren würde, sobald er einen Grand-Slam-Titel gewinnt. Doch Zverev bleibt dabei: „Ich würde meine Goldmedaille niemals gegen irgendetwas eintauschen“, sagte er nach seinem Einzug ins Halbfinale der French Open in Paris.
Warum Olympia-Gold so besonders ist
„Für mich ist die Goldmedaille das am schwierigsten zu erreichende Ziel, da man nur alle vier Jahre eine Chance dazu erhält“, erklärte Zverev. „Sie ist etwas Besonderes, weil es nur sehr wenige Menschen gibt, denen dies gelungen ist. Man tut es für sein Land und für die Menschen in der Heimat.“
Zverev würde es jedoch nicht ablehnen, auch einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen. „Ich hätte nichts dagegen, meine Liste noch um ein paar weitere Erfolge zu ergänzen“, sagte er. Mit zwei Weltmeistertiteln (2018 und 2021) würde er nach einem Grand-Slam-Sieg alle Kategorien an Titeln in seiner Vita vereinen. Fehlt nur noch die Nummer 1 der Welt, die in Zeiten von Jannik Sinner (24) und Carlos Alcaraz (23) jedoch schwer zu erreichen ist.
Beinahe die Nummer 1
Einmal war Zverev ganz dicht dran: Hätte er bei den French Open 2022 das Halbfinale gegen Rafael Nadal gewonnen, wäre er unabhängig vom Finalausgang die Nummer 1 der Welt geworden. Stattdessen erlitt er eine schwere Verletzung und feierte erst 2023 sein Comeback.



