Deutsche Mixed-Staffel verpasst Podest in Otepää, sichert aber wichtigen fünften Platz
Biathlon: Deutsche Mixed-Staffel auf Platz fünf in Otepää

Deutsche Biathleten verpassen Podest in Otepää, aber sichern Nationenwertung

Die deutsche Mixed-Staffel hat beim abschließenden Biathlon-Weltcup in Otepää einen Podestplatz knapp verfehlt, dafür aber einen entscheidenden Schritt in der Nationenwertung gemacht. Das DSV-Quartett mit Philipp Nawrath, Philipp Horn, Selina Grotian und Julia Tannheimer belegte nach einem anspruchsvollen Rennen mit vier Strafrunden und 18 Nachladern den fünften Platz und lag damit 1:11,7 Minuten hinter den siegreichen Schweden zurück.

Windlotterie am Schießstand entscheidet Rennen

Der schwierige Schießstand in Otepää wurde zur großen Herausforderung für die deutschen Athleten. Philipp Nawrath, der als einziger aus der olympischen Bronze-Staffel von Antholz in dieser Formation antrat, hatte bereits in der Verfolgung Probleme und benötigte bei jedem Schießen alle drei Nachlader, um Strafrunden zu vermeiden. Trotzdem hielt er mit seiner starken Laufform das deutsche Team in der Spitzengruppe.

Philipp Horn bekam die extremen Windverhältnisse besonders zu spüren. Mit insgesamt drei Strafrunden fiel Deutschland deutlich zurück. "Ich ärgere mich heute sehr über mich selbst", sagte Horn nach dem Rennen in der ARD. "Natürlich war es nicht leicht, natürlich können bei so einem Wind Fehler passieren, aber nicht drei Strafrunden."

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Grotian und Tannheimer unter Druck

Selina Grotian und Julia Tannheimer standen nach den Problemen ihrer Teamkollegen unter großem Druck, da es für sie insbesondere um eine gute Platzierung in der Nationenwertung ging. Grotian führte das DSV-Team mit nur zwei Nachladern nach vorne und zeigte sich "sehr froh" über ihr Rennen. Beim letzten Stehendschießen öffnete sich sogar kurzzeitig die Tür zum Podest, doch Schlussläuferin Tannheimer leistete sich eine entscheidende Strafrunde.

Wichtiger Schritt in der Nationenwertung

Der fünfte Platz erwies sich dennoch als äußerst wertvoll für das deutsche Team. Vor dem entscheidenden letzten Sprint des Jahres beim Weltcup-Finale in Oslo am Donnerstag (16.15 Uhr/ZDF und Eurosport) liegen die deutschen Biathletinnen nun mit komfortablen 189 Punkten vor Finnland und 220 Zählern vor Tschechien in der Nationenwertung. Dieser Vorsprung ist von großer Bedeutung, da nur die besten fünf Nationen in der folgenden Saison mit sechs Athletinnen antreten dürfen.

Strelow und Voigt verpassen Podest knapp

Bereits zuvor hatten Justus Strelow und Vanessa Voigt beim Sieg von Norwegen nach drei Strafrunden und 17 Nachladern den vierten Platz belegt. Justus Strelow hatte dabei besonders am Schießstand große Probleme. "Insgesamt haben wir es der Vanessa zu verdanken, dass es noch ein ganz ordentlicher vierter Platz geworden ist. Bei mir war es definitiv das schlechteste Karriererennen", analysierte der 29-Jährige selbstkritisch.

Die deutschen Biathleten zeigen damit trotz der verpassten Podestplätze eine konstante Leistung und positionieren sich optimal für die entscheidenden Rennen der Saison. Die Sicherung des fünften Platzes in der Nationenwertung könnte sich als wichtiger strategischer Vorteil für die kommende Saison erweisen.

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