Snowboardcross: Leon Ulbricht übernimmt hauchdünn die Führung im Gesamtweltcup
Der 21-jährige Snowboardcrosser Leon Ulbricht hat seine herausragende Form nach den Olympischen Spielen eindrucksvoll bestätigt. Beim vorletzten Weltcup der Saison im österreichischen Montafon fuhr der deutsche Athlet auf den zweiten Platz, direkt hinter dem Österreicher Jakob Dusek. Diese Leistung markiert bereits seine dritte Podiumsplatzierung in Folge, nachdem er zuvor bei den Rennen im türkischen Erzurum einen ersten und einen zweiten Platz erreicht hatte.
Hauchdünner Vorsprung vor dem Finale
Durch diesen Erfolg übernahm Ulbricht die Führung im Gesamtweltcup, allerdings mit einem äußerst knappen Vorsprung. In das abschließende Rennen am 28. März im kanadischen Mont-Sainte-Anne geht der Sportsoldat mit nur einem Punkt Vorsprung auf den französischen Olympiadritten Aidan Chollet. Der bisherige Spitzenreiter Adam Lambert aus Neuseeland liegt nun 32 Punkte zurück und hat damit kaum noch Chancen auf den Gesamtsieg.
Für Ulbricht wäre ein Sieg im Gesamtweltcup ein historischer Moment: Er könnte der zweite deutsche Snowboardcrosser werden, der diesen Titel erringt, nach Martin Nörl, der die Gesamtwertung in den Jahren 2022 und 2023 für sich entschied.
Comeback nach olympischem Pech
Bei den Olympischen Spielen erlitt Ulbricht einen Rückschlag, als er im Viertelfinale durch eine Kollision ausschied, die zwar vom Amerikaner Nick Baumgartner ausgelöst wurde, aber auch seinen Teamkollegen Martin Nörl involvierte. Seit diesem Vorfall zeigt der zweimalige Junioren-Weltmeister jedoch, dass er das Potenzial hat, auch auf höchstem Niveau zu bestehen.
Im Montafon erreichte Ulbricht zum vierten Mal in dieser Saison das große Finale und verpasste den Sieg nur um 0,20 Sekunden. Diese konstante Leistung unterstreicht seine starke mentale und physische Verfassung in der nach-olympischen Phase.
Zusammenfassend steht Leon Ulbricht nun kurz davor, einen Meilenstein in seiner Karriere zu setzen. Mit einem Punkt Vorsprung und der Motivation aus seinen jüngsten Erfolgen blickt er optimistisch auf das finale Rennen in Kanada, wo er die Chance hat, den Gesamtweltcup zu gewinnen und sich in die Geschichte des deutschen Snowboardcross einzutragen.



