Tiger Woods: Erster Auftritt nach Autounfall – PGA Tour reformiert sich
Tiger Woods erstmals nach Autounfall öffentlich

Golf-Superstar Tiger Woods hat sich erstmals seit seinem Autounfall unter Drogenverdacht der Öffentlichkeit gezeigt. Der 50-Jährige trat am Mittwoch in Cromwell im US-Bundesstaat Connecticut gemeinsam mit PGA-Tour-Chef Brian Rolapp bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Travelers Championship auf. Dort wurden weitreichende Reformen für eine neue Turnier-Struktur ab der Saison 2028 vorgestellt. Woods ist Vorsitzender des Zukunfts-Komitees der PGA Tour, das die Vorschläge erarbeitet hatte.

Hintergrund: Autounfall und Auszeit

Woods war Ende März nach einem Autounfall nahe seines Wohnorts Jupiter Island in Florida kurzzeitig festgenommen und wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer sowie Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden. Nach dem Vorfall kündigte der 15-malige Major-Sieger eine Auszeit an. Medienberichten zufolge ließ er sich später in einer Schweizer Rehaklinik behandeln. In Cromwell verlas Woods eine vorbereitete Erklärung zur neuen Turnier-Struktur, beantwortete jedoch keine Fragen. „Es ist toll, ihn wiederzusehen“, sagte Rolapp. „Tiger war während des gesamten Prozesses involviert und hat einen wichtigen Beitrag geleistet. Es ist fantastisch, ihn wieder in Topform zu sehen, darüber freuen wir uns sehr.“

Neue Turnier-Struktur ab 2028

Die Profi-Golfserie wird ab 2028 aus zwei Ebenen bestehen: der Championship-Serie als höchster Spielklasse und der Challenger-Serie. Kern der Neuausrichtung ist ein leistungsorientiertes Auf- und Abstiegssystem. Nach Angaben der US-Tour soll das Modell mehr Transparenz schaffen und den sportlichen Wettbewerb erhöhen. Mindestens die besten 90 Spieler der Championship-Serie behalten ihren Status für die folgende Saison. Gleichzeitig steigen mindestens 20 Spieler aus der Challenger-Serie auf. Ein sofortiger Aufstieg ist möglich, wenn ein Spieler mehrere Challenger-Turniere in einer Saison oder ein Major gewinnt.

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