Historische Sensation: Andreas Wellinger glänzt mit perfektem Sprung in Planica
Beim abschließenden Skifliegen im slowenischen Planica ist dem deutschen Skispringer Andreas Wellinger eine außergewöhnliche Leistung gelungen. Im ersten Durchgang präsentierte er einen Sprung, der von allen fünf Punktrichtern mit der Höchstnote von 20,0 Punkten bewertet wurde – eine absolute Rarität im Skisprungsport.
Perfekte Wertung trotz starker Konkurrenz
Kurz nach Wellingers Meisterleistung zeigte auch der Norweger Marius Lindvik einen herausragenden Sprung, der viermal mit 20,0 Punkten bewertet wurde. Nach den Regeln des Skispringens werden bei der Endwertung die beste und schlechteste Einzelnote gestrichen, sodass beide Athleten am Ende mit 60 Punkten abschnitten. Dennoch bleibt Wellingers durchgängige Höchstbewertung eine besondere historische Leistung.
Experten-Lob für den perfekten Sprung
Der ZDF-Kommentator Stefan Bier zeigte sich begeistert von Wellingers Leistung: „Dieses seltene Ereignis – fünf Mal die Höchstnote 20 – ist eine absolute Besonderheit im Skispringen“, schwärmte er bei der Analyse der Wiederholung. Er bezeichnete den Sprung als „in Perfektion gelungen“ und lobte die Punktrichter dafür, dass sie zum Saisonende mutig die höchsten Noten vergaben.
Auch Bundestrainer Stefan Horngacher, der nach dieser Saison sein Amt abgibt, fand anerkennende Worte für seinen Schützling, der eine wechselhafte Saison hinter sich hat: „Das war wirklich ein toller Sprung! Sauber, die Landung war picobello – verdiente 20!“
Skisprung-Experte Severin Freund bestätigte die Entscheidung der Jury: „Eine super-super-saubere Landung. Deswegen ist es schon gerechtfertigt.“
Eine seltene historische Leistung
Die Bewertung mit fünfmal 20,0 Punkten ist im Skispringen äußerst ungewöhnlich. Erst zehn Athleten vor Wellinger gelang dieses Kunststück, darunter der deutsche Skisprung-Star Sven Hannawald. Besonders in Erinnerung geblieben ist vielen Fans der perfekte Sprung von Wolfgang Loitzl beim Bischofshofen-Finale der Vierschanzentournee 2008/09.
Interessanterweise war Wellinger in Planica nicht der einzige Springer mit einer perfekten Wertung: Der Österreicher Daniel Tschofenig, dem genau dieses Kunststück bereits vor einem Jahr gelungen war, erhielt im zweiten Durchgang ebenfalls durchgehend Bestnoten von den Punktrichtern.
Diese außergewöhnliche Leistung markiert einen beeindruckenden Saisonabschluss für Andreas Wellinger und unterstreicht einmal mehr die hohe Qualität und Spannung im Skisprung-Weltcup.



