Apple trotz Rekordquartal nachbörslich acht Prozent im Minus
Apple nach Rekordquartal nachbörslich acht Prozent im Minus

Der scheidende Apple-Chef Tim Cook präsentierte zum letzten Mal starke Geschäftszahlen. Trotz eines Rekordquartals mit einem Umsatzplus von 16 Prozent auf 109 Milliarden Dollar fiel die Aktie des Technologiekonzerns nachbörslich um rund acht Prozent. Grund dafür sind drohende Lieferengpässe, die Anleger verunsichern.

Starke Verkaufszahlen bei iPhone und MacBook

Apple steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Frühlingsquartal um gut 16 Prozent auf 109 Milliarden Dollar. Die Einnahmen aus dem Verkauf von iPhones legten um knapp 22 Prozent auf 54 Milliarden Dollar zu – ein Rekord für ein Juni-Quartal, in dem der Absatz üblicherweise schwächelt, da viele Verbraucher die Vorstellung der neuen iPhone-Generation im September abwarten. Auch der Umsatz mit MacBook-Laptops wuchs deutlich um fast 29 Prozent auf zehn Milliarden Dollar.

Finanzchef Parekh zeigt sich zufrieden

„Wir sind sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung“, erklärte Finanzchef Kevan Parekh am Donnerstag. „Wir haben sowohl beim Gewinn pro Aktie als auch beim operativen Cashflow neue Rekorde für ein Juni-Quartal aufgestellt. Auch die Zahl der aktiven Geräte erreichte über alle wichtigen Produktkategorien und Regionen hinweg neue Höchststände.“ Diese positive Entwicklung führt der Konzern auch auf gestiegene Ersatzbeschaffungen zurück, da viele Verbraucher angesichts drohender Preissteigerungen ihre Geräte früher als geplant austauschten.

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Börse reagiert verhalten auf Lieferkettenrisiken

Trotz der starken Zahlen reagierte die Börse negativ: Die Apple-Aktie fiel nachbörslich um rund acht Prozent. Analysten sehen die Ursache in wachsenden Sorgen über Lieferengpässe, die das kommende Geschäft belasten könnten. Zudem verunsichert der bevorstehende Chefwechsel: Tim Cook, der den Konzern seit 2011 führt, wird seinen Posten im September an einen Nachfolger übergeben. Die genauen Gründe für die nachbörslichen Verluste bleiben jedoch vielschichtig; auch die allgemeine Marktstimmung und Gewinnmitnahmen könnten eine Rolle spielen.

Ausblick auf das nächste Quartal

Apple selbst gab keinen konkreten Ausblick, verwies aber auf anhaltend hohe Nachfrage. Die Zurückhaltung des Konzerns bei Investitionen in Künstliche Intelligenz, die bisher als strategischer Vorteil galt, könnte nun angesichts des Wettbewerbsdrucks neu bewertet werden. Experten erwarten, dass Apple in den kommenden Monaten seine Lieferketten diversifizieren und die Produktion stabilisieren muss, um das Wachstum fortzusetzen.

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