Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix wird ab Freitag mithilfe von American Depositary Receipts (ADR) an der US-Börse Nasdaq gelistet. Mit einer siebenfachen Überzeichnung und einem erwarteten Emissionsvolumen von bis zu 29 Milliarden US-Dollar könnte es eine der größten ausländischen Börsenlistungen in den USA werden. Handelsblatt-Asien-Korrespondent Martin Kölling erklärt die Gründe für die Zweitlistung – und was Anleger vor dem Kauf von SK-Hynix-ADRs wissen sollten.
Hintergründe des Nasdaq-Debüts
Die Zweitlistung an der Nasdaq erfolgt zu einem Zeitpunkt, da KI-Aktien weltweit unter Druck stehen. SK Hynix ist einer der führenden Hersteller von Speicherchips, die in KI-Anwendungen eingesetzt werden. Die hohe Überzeichnung signalisiert starkes Investoreninteresse, obwohl der Markt für KI-Aktien volatil ist. Laut Kölling könnte der Börsengang ein Test für die gesamte KI-Branche werden.
Indonesien: Vom Vorzeigestaat zum Sorgenkind
Im Schwerpunkt des Podcasts geht es um den einstigen Senkrechtstarter unter den Schwellenländern: Indonesien. Der Aktienmarkt in Jakarta hat seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel verloren. MSCI droht, Indonesien aus einem Emerging-Markets-Index herabzustufen, und Investoren ziehen sich zurück. „Im Grunde sehen wir gerade einen massiven Vertrauensverlust“, sagt Handelsblatt-Korrespondent Mathias Peer. Er beleuchtet die Gründe für Indonesiens Abstieg und welche Folgen das für Anleger hat.
Gründe für den Vertrauensverlust
Politische Unsicherheit, wirtschaftliche Reformstaus und eine schwache Rohstoffnachfrage belasten das Land. Indonesien, das lange als aufstrebender Markt mit hohem Wachstum galt, kämpft nun mit Kapitalabflüssen und einer schwächeren Währung. Peer betont, dass der Vertrauensverlust tiefgreifend sei und sich nicht schnell umkehren lasse.
Auswirkungen für Anleger
Für Anleger bedeutet die Herabstufung durch MSCI höhere Risikoprämien und mögliche Verkaufswellen. Wer in indonesische Aktien investiert ist, sollte die Entwicklung genau beobachten. Der Podcast bietet eine detaillierte Analyse der aktuellen Lage und gibt Einblicke in mögliche Szenarien.
Der Podcast wurde moderiert von Aileen Bunte und produziert von Johannes Grote. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Today ist unter der angegebenen URL verfügbar. Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen finden Sie in den Richtlinien des Handelsblatts.



