Netflix: Neue Staffeln verlieren bis zu 70 Prozent Zuschauer
Netflix: Neue Staffeln verlieren bis zu 70 Prozent

Netflix, einst Vorreiter des Binge-Watchings, steht vor einer unerwarteten Herausforderung: Neue Staffeln beliebter Eigenproduktionen verzeichnen drastische Zuschauerverluste. Wie Bloomberg berichtet, sinken die Abrufzahlen in den ersten vier Wochen nach Veröffentlichung um 30 bis 70 Prozent im Vergleich zu den vorherigen Staffeln. Diese Entwicklung bereitet dem Streaming-Riesen zunehmend Sorgen.

Rückgang bei Top-Serien

Besonders betroffen sind teure Eigenproduktionen aus dem Jahr 2026. Laut Bloomberg verlor die zweite Staffel von „Avatar: The Last Airbender“ in der ersten Woche rund 60 Prozent der Zuschauer gegenüber der ersten Staffel. Auch „The Night Agent“, dessen Ende bereits feststeht, und „One Piece“ mit einem Minus von 30 Prozent sind betroffen. Die Comedy-Serie „The Four Seasons“ verzeichnete sogar einen Rückgang von 63 Prozent.

Gründe für den Schwund

Die sinkenden Zahlen beunruhigen auch Investoren, da die gesamte Sehdauer bei Netflix 2025 nur um weniger als zwei Prozent stieg. Ein Grund könnte die lange Wartezeit zwischen den Staffeln sein, die oft mehrere Jahre beträgt. Viele Zuschauer erinnern sich dann kaum an die Handlung und müssten die vorherige Staffel erneut ansehen. Zudem setzen Konkurrenten vermehrt auf wöchentliche Veröffentlichungen, die eine Serie länger im Gespräch halten, während der Hype beim Binge-Modell schnell abflacht.

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Ausnahmen und Strategie

Netflix konzentriert sich lieber auf neue Prestige-Projekte, um Abonnenten zu gewinnen, und vernachlässigt das Marketing für Fortsetzungen. Eine Ausnahme bleibt „Stranger Things“: Die vierte und fünfte Staffel belegen Platz drei und vier der erfolgreichsten englischsprachigen Netflix-Staffeln, während die ersten drei Staffeln nicht mehr in den Top Ten sind.

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