Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat im zweiten Quartal 2026 die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg von April bis Juni auf mehr als 119 Milliarden Dollar (104 Milliarden Euro), ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders das Cloud-Geschäft boomte mit einem Zuwachs von 82 Prozent und trug maßgeblich zum Erfolg bei.
Gewinnsprung dank Sondereffekten
Der Gewinn schnellte auf 112 Milliarden Dollar in die Höhe – eine Vervielfachung gegenüber dem Vorjahresquartal. Allerdings spielten hier Sondereffekte eine entscheidende Rolle: Der Wert von Beteiligungen an anderen Unternehmen legte massiv zu. Ohne diese Effekte wäre der Gewinn deutlich niedriger ausgefallen.
KI und YouTube als Wachstumstreiber
Konzernchef Sundar Pichai führte den Erfolg unter anderem auf das Wachstum des KI-Modells Gemini und KI-gestützte Suchanfragen zurück. Auch die Plattform YouTube trug mit über 1,7 Milliarden Zuschauern allein bei Videos zur Fußball-Weltmeisterschaft zum Umsatz bei. Die Nachfrage im KI-Bereich sei so groß, dass Alphabet seine Investitionen noch einmal aufstocken will.
Investitionen in Cloud-Infrastruktur
Alphabet plant für das laufende Jahr nun Investitionen zwischen 195 und 205 Milliarden Dollar, nachdem die Prognose zuvor bei 180 bis 190 Milliarden Dollar lag. Der Großteil soll in den Ausbau der Cloud-Computing-Infrastruktur fließen, insbesondere in Rechenzentren. An der Börse reagierten Anleger zurückhaltend: Der Aktienkurs gab nach Veröffentlichung der Quartalszahlen um mehr als vier Prozent nach.



