Auf der Entwicklerkonferenz WWDC hat Apple das neue Betriebssystem iOS 27 vorgestellt. Das Update bringt zahlreiche Neuerungen, darunter eine überarbeitete Sprachassistentin und erweiterte KI-Funktionen für die Bildbearbeitung. Allerdings werden einige Features zunächst nicht in der EU verfügbar sein.
Optik und Performance: flüssiger und schneller
Das Design bleibt dem transparenten "Liquid Glass"-Look treu, wird aber verfeinert. Texte und Elemente sind nun besser lesbar. Deutlich verbessert hat sich die Systemgeschwindigkeit: Apple verspricht, dass Apps bis zu 30 Prozent schneller starten, Fotos in der Galerie bis zu 70 Prozent flotter laden und AirDrop-Übertragungen bis zu 80 Prozent schneller erfolgen. Auch der Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk wurde optimiert. Ältere iPhones sollen sich dadurch spürbar flotter anfühlen. Die Suche nach E-Mails und Fotos auf dem Gerät liefert laut Apple bessere und schnellere Ergebnisse.
Siri AI: Endlich ein intelligenter Assistent?
Die größte Neuerung ist Siri AI, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Anders als das bisherige Siri soll sie nun normale Unterhaltungen führen und komplexe Aufgaben erledigen. In einer Demo zeigte Apple, wie Siri Tickets für ein Konzert reservierte, die dazugehörige Musik abspielte und ein Party-Menü erstellte. Siri AI steht als App zur Verfügung, sodass Nutzer auf frühere Chats und Inhalte zugreifen können. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Zum Start ist Siri AI nur auf Englisch verfügbar und in der EU vorerst gar nicht nutzbar. Weitere Sprachen sollen folgen, ein genauer Zeitplan steht jedoch noch aus.
Starke KI-Retuschen für Fotos
Die Bildbearbeitung erhält mächtige KI-Werkzeuge. Per Sprache oder Text lassen sich Bilder verändern oder ergänzen, etwa um sich in Fantasie-Umgebungen zu platzieren oder aus einem Schnappschuss ein Party-Plakat zu erstellen. Fehlende Bildbereiche können automatisch ergänzt werden ("Extend"), und bei Aufnahmen mit Tiefeninformationen ist eine Perspektivkorrektur möglich ("Reframe"). Die Funktionen sind kostenlos, jedoch gibt es ein Tageslimit für rechenintensive Aufgaben. Mit einem iCloud+-Abo erhöht sich das Kontingent. KI-veränderte Fotos erhalten ein unsichtbares Wasserzeichen (SynthID).
Datenschutz und Modellauswahl
Apple betont, dass persönliche Daten weiterhin nicht außerhalb des iPhones gespeichert werden. Die Verarbeitung erfolgt in einer privaten Cloud, Daten werden sofort gelöscht. Nutzer können zudem auswählen, welches KI-Modell iOS 27 verwenden soll – zur Auswahl stehen Gemini, ChatGPT und Claude. Details hierzu hat Apple noch nicht bekannt gegeben.
Weitere praktische Extras
Eltern erhalten mehr Kontrolle über Kinderkonten, einschließlich der Freigabe einzelner Chatpartner und zeitlich gestaffelter Nutzungsrechte. Safari fasst Tabs automatisch nach Themen zusammen und kann Benachrichtigungen bei Änderungen auf Webseiten senden. Geteilte Alben in Fotos unterstützen plattformübergreifend höhere Auflösungen. Apple Karten zeigt in ausgewählten Städten verbesserte 3D-Bilder (Flyover). iOS 27 erkennt unsichere Passwörter und kann sie automatisch ändern. Der Kalender erkennt wiederkehrende Termine und trägt sie als Serientermin ein. Überwachungskamera-Aufnahmen in der Home-App werden automatisch analysiert und mit Text versehen.
Release und Beta: Wann kommt iOS 27?
Registrierte Entwickler können die Beta sofort installieren. Ende Juli folgt eine Public Beta, die jeder auf eigene Gefahr testen kann. Die finale Version wird für Herbst 2026 erwartet, vermutlich Mitte September. iOS 27 läuft auf allen Modellen von iPhone 11 (2019) bis iPhone 17 (2025) sowie den kommenden iPhone-18-Modellen. Leistungsstarke KI-Funktionen wie verbesserte Diktierfunktion bleiben jedoch dem iPhone Air, iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max vorbehalten.
Einschätzung: Was bringt iOS 27?
Wenn Siri AI hält, was Apple verspricht, könnte iOS 27 das wichtigste iPhone-Update der letzten Jahre werden. Entscheidend sind der Zeitpunkt der deutschen Verfügbarkeit und die Umsetzung der KI-Funktionen unter Wahrung des Datenschutzes. Letzteres könnte für viele ein Grund sein, beim iPhone zu bleiben.



