Dirk Stöckmann feierte gerade ein Jubiläum: Seit 25 Jahren arbeitet der frühere Bergarbeiter beim Netzwerkausrüster Cisco. Er startete 2001 als Systemingenieur. Wenige Jahre später spezialisierte er sich auf Rechenzentrumstechnologien. Danach arbeitete er unter anderem als technischer Lösungsarchitekt in einer Gruppe für Datenanalyse. Stöckmann machte eines der anspruchsvollsten IT-Zertifikate, genannt CCIE. Weltweit gibt es nur rund 100.000 davon.
KI verändert die IT-Branche grundlegend
Auf kaum eine Branche hat Künstliche Intelligenz so viel Einfluss wie auf die IT-Branche. Viele Beschäftigte fragen sich, ob ihre Jobs bald von Algorithmen ersetzt werden. Experten sind sich einig: Nicht alle IT-Jobs sind gleichermaßen bedroht. Einige Kenntnisse werden in Zukunft besonders gefragt sein.
Zukunftssichere IT-Jobs und gefragte Fähigkeiten
Laut einer Analyse des Digitalverbands Bitkom sind vor allem Spezialisten für Cybersicherheit, Cloud-Architektur und Künstliche Intelligenz selbst gefragt. Auch Fachleute für Datenanalyse und Netzwerkinfrastruktur haben gute Karten. „Wer sich kontinuierlich weiterbildet und Zertifikate wie das CCIE erwirbt, sichert sich langfristig seine Beschäftigungsfähigkeit“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.
Das Gehalt für solche Spezialisten liegt oft über dem Durchschnitt. Ein CCIE-zertifizierter Netzwerkingenieur verdient in Deutschland zwischen 80.000 und 120.000 Euro brutto jährlich. Auch Cloud-Architekten kommen auf ähnliche Summen. Unternehmen zahlen diese Gehälter, weil sie händeringend nach Fachkräften suchen.
Welche IT-Jobs besonders bedroht sind
Einfache Programmiertätigkeiten und repetitive Aufgaben im IT-Support könnten dagegen zunehmend automatisiert werden. „KI übernimmt immer mehr Routineaufgaben, aber kreative und strategische Arbeiten bleiben dem Menschen vorbehalten“, erklärt Dr. Rohleder. Wer sich auf komplexe Problemlösungen spezialisiere, sei auf der sicheren Seite.
Dirk Stöckmann sieht seine Zukunft ebenfalls optimistisch: „Die Technologie entwickelt sich rasant, aber mit der richtigen Spezialisierung bleibt man unverzichtbar.“ Er rät jungen IT-Fachkräften, frühzeitig in Zertifikate und Nischenwissen zu investieren.



