Meta droht Rekordstrafe von 1,2 Billionen Euro wegen Suchtvorwürfen
Meta droht Rekordstrafe von 1,2 Billionen Euro

Vier US-Bundesstaaten fordern eine Rekordstrafe von 1,4 Billionen Dollar (rund 1,2 Billionen Euro) gegen den Meta-Konzern. Der Vorwurf: Die Plattformen Facebook und Instagram seien gezielt so entwickelt worden, dass sie Kinder und Jugendliche süchtig machen. Die Öffentlichkeit sei über die Risiken getäuscht worden.

Rekordsumme entspricht Börsenwert von Meta

Die Kläger – Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey – kamen auf die Summe, indem sie die gesetzliche Strafe pro Verstoß mit der Zahl der betroffenen Nutzer multiplizierten. Meta, die Firma von Tech-Gigant Mark Zuckerberg (42), hält diese Berechnung für völlig überzogen. „Eine Sanktion dieser Größenordnung hat in der Geschichte des Verbraucherschutzes kein Vorbild“, heißt es in einem Gerichtsdokument. Die Rekordsumme entspricht in etwa dem gesamten Börsenwert des Konzerns.

Facebook und Instagram: Sucht für Teenies?

Der zentrale Vorwurf: Facebook und Instagram seien bewusst so gebaut, dass Minderjährige möglichst lange dranbleiben. Die Bundesstaaten machen die Plattformen mitverantwortlich für psychische Probleme wie Angststörungen, Depressionen und selbstverletzendes Verhalten bei Teenies. Außerdem soll der Konzern gegen US-Kinderschutzgesetze verstoßen haben. Er habe Daten von Minderjährigen gesammelt – ohne ausreichende Zustimmung der Eltern. Meta weist sämtliche Vorwürfe zurück. Eine anerkannte Diagnose wie „Social-Media-Sucht“ gebe es nicht. Die Sicherheit der Plattformen habe man auch nie falsch dargestellt.

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Meta im Kreuzfeuer: 43 Bundesstaaten klagen

Der Prozess startet am 18. August vor einem Bundesgericht in Kalifornien. Die Mega-Forderung ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Insgesamt gehen 43 der 50 US-Bundesstaaten gegen den Konzern vor. 29 von ihnen haben sich einer gemeinsamen Bundesklage angeschlossen. 14 weitere führen eigene Verfahren nach dem Recht ihrer Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey.

Neu sind solche Vorwürfe nicht. Erste Niederlagen vor Gericht gab es bereits. Im März 2026 sprach eine Jury in New Mexico dem Bundesstaat 375 Millionen Dollar zu, weil Meta gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen und Kindern geschadet habe. Über weitere Ansprüche wird dort noch entschieden.

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