Swatch MoonSwatch mit 11 Gramm Gold: Antrag nötig, Preis unter Goldwert
MoonSwatch mit Gold: Antrag nötig, Preis unter Goldwert

Die neue MoonSwatch „Mission to the Moon 1969“ von Swatch sorgt für Aufsehen: Die Uhr enthält 11 Gramm echtes 18-karätiges Gold, kostet aber nur 600 Euro – weniger als der aktuelle Goldwert von rund 900 bis 1000 Euro. Allerdings ist der Erwerb an eine besondere Bedingung geknüpft: Interessenten müssen einen Antrag mit 32 Fragen ausfüllen.

Gold zum Schnäppchenpreis

Die MoonSwatch löste 2022 einen Hype aus, der bis heute anhält. Das neue Modell „Mission to the Moon 1969“ besteht größtenteils aus Biokeramik, einem Kunststoff, doch Zifferblatt, Zeiger, Krone und Drücker sind aus 18-karätigem Gold gefertigt. Mit 600 Euro liegt der Verkaufspreis unter dem reinen Materialwert des Goldes, der je nach Tageskurs zwischen 900 und 1000 Euro schwankt. Damit ist die Uhr allein aufgrund des Edelmetallgehalts ein Schnäppchen.

Strenge Limitierung und Bewerbungsverfahren

Weltweit werden nur 1969 nummerierte Exemplare produziert – eine Hommage an das Jahr der ersten Mondlandung. Der Verkauf erfolgt nicht nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sondern über ein Antragsverfahren. Potenzielle Käufer müssen einen Fragebogen mit 32 Fragen ausfüllen, der scherzhafte persönliche Fragen und Quizfragen enthält. Swatch gibt an, nach Ablauf der Frist am 21. Juli um 23:59 Uhr aus den Einsendungen auszuwählen, wer die Uhr in einem Swatch-Store seiner Wahl abholen darf. Die KI kann bei der Beantwortung der Quizfragen helfen. Offiziell soll das Verfahren den Verkaufsprozess strukturieren und den Ansturm steuern, doch es dürfte auch den Hype weiter anheizen.

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Preisentwicklung auf dem Graumarkt

Tim Stracke, Gründer des Uhrenmarktplatzes Chrono24, schätzt die Preisentwicklung ein: „Bei einer Uhr, für die es noch keine echten Sekundärmarktdaten gibt, muss man sich zunächst an vergleichbaren Modellen orientieren. Die relevanten Preisanker sind für mich die Royal Pop und die Snoopy-Moonswatch. Deshalb halte ich zum Start Preise zwischen 1000 und 1500 Euro für realistisch.“ Nach dem ersten Hype dürften die Preise laut Stracke zurückgehen, aber „durch die feste Limitierung auf nur 1969 Exemplare und den Wert der verbauten Goldteile sollte der Preisverfall diesmal weniger stark ausfallen und sich die Uhr deutlich stabiler über ihrem Listenpreis und oberhalb ihres Goldwertes halten.“

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