Potsdam verbietet smarte Brillen mit Kameras in Schwimmbädern
Potsdam verbietet Smart Glasses in Bädern

Potsdam verbietet smarte Brillen mit Kameras in Bädern

Die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam will ihre Schwimmbäder und Saunen sicherer machen und hat ein Verbot von sogenannten Smart Glasses beschlossen. Dabei handelt es sich um Datenbrillen, die mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet sind. Die Stadtverordneten stimmten nach Angaben der Stadt für die Aufnahme des Verbots in die Haus- und Badeordnung der Bäderlandschaft Potsdam.

Hintergrund des Verbots

„Diese Geräte ermöglichen das unauffällige Anfertigen von Bild- und Videoaufnahmen, ohne dass betroffene Personen dies unmittelbar erkennen können“, heißt es im Antrag der Fraktion Grüne/Volt. „Derzeit werden Aufnahmen zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass die Betroffenen davon wissen.“ Die Fraktion betont, dass Badegäste in Badebekleidung ein berechtigtes Interesse an einem unbeobachteten Aufenthalt haben und vor der missbräuchlichen Nutzung von Smart Glasses geschützt werden müssen.

Umsetzung und Schulungen

Das Personal in den Bädern soll geschult werden, um die Brillen zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Der Beigeordnete für Jugend, Bildung, Kultur und Sport, Torsten Wiegel, erklärte gegenüber der „Märkischen Allgemeinen“ und den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“, dass es bereits ein generelles Verbot von Bildaufnahmen durch Mediengeräte gebe. Die Bäderlandschaft werde Smart Glasses nun explizit in die Liste der verbotenen Geräte aufnehmen.

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Mit diesem Schritt reagiert Potsdam auf die zunehmende Verbreitung von Datenbrillen, die oft unauffällig getragen werden können. Die Stadt möchte sicherstellen, dass die Privatsphäre der Badegäste gewahrt bleibt und keine heimlichen Aufnahmen entstehen. Das Verbot gilt für alle öffentlichen Schwimmbäder und Saunen in Potsdam.

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