BMW iX3 siegt im Reichweitentest: 781 Kilometer ohne Ladestopp
BMW iX3 siegt: 781 km im Reichweitentest

Wie weit kommen aktuelle Elektroautos wirklich? Diese Frage untersucht der norwegische Automobilclub Norges Automobil-Forbund (NAF) zweimal jährlich unter realen Bedingungen im Straßenverkehr. Für die Sommerausgabe des Reichweitentests traten 24 Elektro-Modelle mit voll geladenen Akkus an. Die größte Reichweite erzielte ein deutsches Premium-Modell, während ein chinesisches E-Auto mit einer Bestmarke überraschte.

Ablauf des Tests

Alle Fahrzeuge fuhren am selben Tag mit identischer Geschwindigkeit dieselbe Strecke durch Norwegen. Die Temperaturen lagen zwischen 12 und 18 Grad Celsius, die Straßen waren durchgehend trocken. Die Route umfasste einen ausgewogenen Mix aus Stadtverkehr, Landstraßen und Autobahnen. Auf einigen Abschnitten waren Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h möglich – in Norwegen eine Ausnahme. Die niedrige Maximalgeschwindigkeit kommt den Elektroautos zugute, dafür verläuft die Route überwiegend bergauf.

Sobald ein Auto die Fahrleistung drosselt, obwohl der Akku noch nicht leer ist, wird die bis dahin zurückgelegte Distanz bewertet. Elektroautos bleiben mit fast leerem Akku nicht sofort stehen, sondern schalten in einen Notmodus, bei dem etwa die Höchstgeschwindigkeit eingeschränkt wird. Beim sogenannten El Prix wird die bis dahin zurückgelegte Distanz gemessen.

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BMW iX3 mit 781 Kilometern

Der diesjährige Reichweitensieger kommt aus Deutschland. Der BMW iX3 setzt sich gegen alle 23 Konkurrenten durch und legt mit einer Testreichweite von beeindruckenden 781 Kilometern die weiteste Strecke zurück. Das entspricht mehr als der Entfernung von Hamburg nach München (776 Kilometer) – und das ohne Ladestopp. Das E-SUV aus Bayern hält die Konkurrenz auf Abstand und kommt 61 Kilometer weiter als der zweitplatzierte Lucid Gravity mit 720 Kilometern.

Bei dieser Disziplin ist ein größerer Akku von Vorteil. Daher lohnt sich der Blick auf die Abweichung zur Herstellerangabe. Hier zeigt sich, ob die Hersteller zu viel versprechen oder die Autos sogar sparsamer fahren als angegeben.

XPeng X9 übertrifft Erwartungen

Der klare Sieger beim Reichweiten-Versprechen ist der chinesische XPeng X9. Er erzielt satte 11,4 Prozent mehr als die offizielle Reichweitenangabe des Herstellers. Der 7-sitzige X9 legt 646 Kilometer zurück, verglichen mit einer angegebenen Reichweite von 580 Kilometern. „Das ist ein starkes Ergebnis an einem Tag mit günstigen Fahrbedingungen“, sagt Nils Sødal, leitender Pressesprecher des NAF.

MG IM6 enttäuscht

Das Schlusslicht in dieser Kategorie kommt ebenfalls aus China: Der MG IM6 bleibt mit einer negativen Abweichung von 11,7 Prozent unter den Erwartungen. Er legte 446 Kilometer zurück, bei einer angegebenen Reichweite von 505 Kilometern. „Wir waren überrascht, bei diesem MG eine so große negative Abweichung zu sehen, insbesondere da das andere MG-Modell, der S6, eine positive Abweichung von 3,4 Prozent erzielte“, verrät Sødal.

Mercedes-Benz mit Licht und Schatten

Von Mercedes-Benz stammten die weiteren deutschen Modelle im Test. Die beiden Elektro-SUV GLB und GLC konnten überzeugen und übertrafen die Herstellerangabe zur Reichweite. Nicht so der elektrische CLA: Die Limousine unterbot die Reichweitenangabe um 4,7 Prozent – die drittgrößte negative Abweichung im Test.

Den vollständigen Artikel zum „El Prix“ mit weiteren Details lesen Sie auf autobild.de!

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