Der chinesische Autobauer BYD hat im Mai 2026 erstmals seit acht Monaten wieder ein Absatzplus verbucht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters auf Basis einer Pflichtmitteilung an die Börse vom Montag berechnete, verkaufte das Unternehmen im Mai 383.453 Fahrzeuge – ein Anstieg von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit endet eine Serie von Absatzrückgängen, die seit Oktober 2025 anhielt.
Exportgeschäft als Wachstumstreiber
Der Hauptgrund für das Plus ist eine deutlich gestiegene Nachfrage aus dem Ausland. BYD exportierte im Mai rund 160.000 Fahrzeuge, was einem Anstieg von etwa 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders in Europa profitiert der Konzern von der wachsenden Beliebtheit von Elektroautos, die durch hohe Spritpreise und staatliche Förderprogramme begünstigt wird.
Produktion legt zu
Die Produktion des weltweit größten Herstellers von Elektroautos stieg im Mai um 8,8 Prozent – der erste Anstieg seit Juli 2025. Dies unterstreicht die positive Entwicklung des Unternehmens, das seine erste europäische Passagierwagenfabrik im ungarischen Szeged baut. Diese Fabrik soll Fahrzeuge speziell für den europäischen Markt produzieren.
Heimatmarkt unter Druck
Trotz der erfreulichen Exportzahlen bleibt die Lage auf dem chinesischen Heimatmarkt angespannt. Dort brach der Absatz um 24 Prozent ein – der 13. Rückgang in Folge. Grund dafür ist ein intensiver Preiskrieg, insbesondere im Billigsegment, nachdem staatliche Förderungen gestrichen wurden. BYD leidet hier unter der schwachen Nachfrage und dem harten Wettbewerb.
Insgesamt zeigt sich BYD jedoch optimistisch: Die starke Exportperformance und die positive Produktionsentwicklung lassen auf eine Erholung hoffen. Das Unternehmen bleibt mit seinem Engagement in Europa und anderen Märkten auf Wachstumskurs.



