Lucid Air Sapphire: US-E-Auto sprengt alle Grenzen
Lucid Air Sapphire: US-E-Auto sprengt alle Grenzen

Exotisches E-Auto aus den USA: Der Lucid Air Sapphire sprengt alle Grenzen. Im Beisein dieses Fahrzeugs sollen selbst Elektro-Größen wie ein Taycan Turbo GT verblassen. Bloßer Hype oder steckt mehr dahinter?

Ein Name, der in Deutschland noch unbekannt ist

Mit dem Namen Lucid Air Sapphire können in Deutschland bislang nur wenige etwas anfangen. Unser Fahrer Jens-Peter gehört nicht dazu und bringt es auf den Punkt: „Auch im Stau noch 300 fahren.“ Mehr muss man über die Beschleunigungskraft dieses Hochvolt-Sprinters eigentlich gar nicht wissen.

Mehr als ein besserer Tesla

Der Lucid Air Sapphire entstand aus der Vision, einen Tesla-Konkurrenten zu schaffen, der so innovativ wie ein Tesla, so gut gebaut wie ein Mercedes und so leistungsstark wie ein Porsche ist. Peter Rawlinson, ein ehemaliger Tesla-Technikchef, führte das Projekt an. Der Air Sapphire verkörpert diese Dreifaltigkeit und beeindruckt mit Qualität und Design, das an McLaren und Co. erinnert. Das Cockpit bietet feine Materialien und eine erfrischend klare Bedienung. Im Gegensatz zu Tesla gibt es noch echte Hebel.

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Beeindruckende Technik

Noch bemerkenswerter als die Fahrleistungen ist die Technik des Sapphire. Mit einem 118-kWh-Akku und 900-Volt-Architektur setzte Lucid früh Maßstäbe. Das Auto war das erste Serienmodell, das die Viertelmeile in weniger als neun Sekunden absolvierte und mit mehr als 300 kW laden konnte. In schwächer motorisierten Varianten sind zudem Reichweiten von fast 1000 Kilometern möglich.

Gewaltige Power

Der Sapphire kombiniert drei E-Maschinen, die sich analog zum Tesla Model S Plaid formieren: zwei hinten, vereint in einem kompakten Modul, und einer vorne. Zusammen liefern sie 1251 PS und 1940 Nm. Auf regulären Straßenreifen schafft er fast dieselbe 100er-Zeit wie ein Taycan auf Trackreifen. Jenseits der 250 km/h zieht der Lucid mühelos weiter. Die serienmäßigen Keramikbremsen beeindrucken mit gutem Pedalgefühl, doch bei hohen Geschwindigkeiten leidet die Verzögerung unter der enormen Masse von 2412 Kilo. Das Adaptivfahrwerk ist konventionell, ohne aktiven Wankausgleich, was die Präzision eines Taycan Turbo GT nicht erreicht.

Ein echter Geheimtipp

Trotzdem überzeugt der Sapphire beim Kurvenausgang mit seinem aktiven Torque Vectoring. Dank der zwei Hinterachs-Motoren nutzt er seine Kraft schon ab dem Scheitelpunkt optimal aus. Ein beeindruckender Auftritt für ein Auto, das hierzulande kaum bekannt ist. Der Lucid Air Sapphire zeigt, dass auch ein fünf Jahre altes amerikanisches E-Auto noch beeindrucken kann, selbst wenn es im Thermomanagement nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist.

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