Der Elektroautobauer Tesla erholt sich in Europa. In mehreren Ländern zogen die Neuzulassungen im Mai stark an, wie aus aktuellen Daten von Branchenverbänden hervorgeht. Dennoch schrumpft der Marktanteil des US-Unternehmens weiter.
Starke Zuwächse in Frankreich und Norwegen
In Frankreich stieg die Zahl der verkauften Tesla-Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 655 Prozent auf 5.446 Einheiten. Auch in Norwegen gab es ein deutliches Plus von 29 Prozent auf 3.345 Autos. In kleineren Märkten wie Dänemark, Spanien, Portugal und Schweden verzeichnete Tesla sogar Zuwächse im zwei- bis dreistelligen Prozentbereich.
Allerdings entwickelte sich der italienische Markt gegenläufig: Die Neuzulassungen sanken im Mai um 23,5 Prozent. In den ersten fünf Monaten des Jahres liegt der Absatz jedoch noch mehr als 15 Prozent im Plus. Die Verkaufszahlen für die beiden größten europäischen Automärkte Deutschland und Großbritannien werden im Laufe der Woche erwartet.
Marktanteil weiter unter Druck
Trotz der positiven Absatzzahlen hat Tesla im Jahr 2025 fast die Hälfte seines europäischen Marktanteils eingebüßt. Gründe dafür sind die wachsende Konkurrenz, insbesondere durch chinesische Hersteller, das Fehlen neuer Modelle sowie die politischen Äußerungen von Firmenchef Elon Musk, die viele potenzielle Käufer abschrecken.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich Tesla zwar von der Talfahrt erholt, aber weiterhin mit strukturellen Herausforderungen kämpft. Ob der Aufwärtstrend anhält, hängt auch von den kommenden Modellen und der Marktakzeptanz ab.



