SK Hynix reagiert auf die boomende Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz mit einem massiven Ausbau der Produktionskapazitäten. Der südkoreanische Speicherhersteller will seinen Ausstoß innerhalb der kommenden fünf Jahre verdoppeln. Dies gab Chey Tae-won, Verwaltungsratschef des Mutterkonzerns SK Group, am Dienstag auf der Technikmesse Computex in Taiwan bekannt.
Partnerschaft mit Nvidia angestrebt
Chey Tae-won äußerte die Hoffnung, dass Hynix ein wichtiger Speicherlieferant für die kommende Generation der KI-Hochleistungsprozessoren von Nvidia werde. Er betonte eine persönliche Freundschaft mit Jensen Huang, dem Gründer und Chef des weltgrößten Chipkonzerns. Diese Verbindung könnte die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen weiter vertiefen.
Marktführer bei KI-Speicherchips
Hynix ist nach dem südkoreanischen Lokalrivalen Samsung der weltweit zweitgrößte Anbieter von Speicherchips. Bei Hochleistungshalbleitern für Künstliche Intelligenz, den sogenannten HBM-Chips (High Bandwidth Memory), hält das Unternehmen jedoch einen dominanten Marktanteil von knapp 60 Prozent. Die neueste Generation dieser Chips soll ab der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden.
Boomende Branche mit Rekordgewinnen
Die weltweiten Lieferengpässe für Speicherchips und die dadurch rasant steigenden Preise bescheren der Branche Rekordgewinne. Die Börsenwerte von Hynix, Samsung und dem US-Wettbewerber Micron liegen inzwischen bei jeweils mehr als einer Billion Dollar. Der Ausbau der Produktion von SK Hynix ist ein klares Signal für das anhaltende Wachstum des KI-Marktes und die steigende Bedeutung von Speicherlösungen.



