Bord-WLAN im Check: Streaming im Flugzeug oft nur mit Abstrichen
Bord-WLAN im Check: Streaming oft nur mit Abstrichen

Immer mehr Airlines ermöglichen ihren Passagieren die Internetnutzung während des Fluges, allerdings mit teils deutlichen Einschränkungen. Von den 25 Fluggesellschaften mit dem größten Angebot in Deutschland bieten mittlerweile 14 Internetpakete an Bord an – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Zu den Anbietern mit WLAN zählen unter anderem Lufthansa, KLM, British Airways, United Airlines und Swiss. Bei Billig- und Ferienfliegern wie Ryanair, Easyjet, SunExpress und Air Dolomiti hingegen bleiben Reisende häufig offline.

Nachfrage nach Bord-WLAN steigt

Die Bereitschaft der Passagiere, für Internet an Bord zu zahlen, ist einer repräsentativen Umfrage von Verivox zufolge hoch. Demnach wären gut 42 Prozent der Befragten bereit, auf Kurz- und Mittelstrecken für stabiles WLAN zu bezahlen. Auf Langstrecken steigt dieser Anteil sogar auf 60 Prozent. Für die Erhebung befragte das Institut Innofact im Juni insgesamt 1014 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die meisten gaben fünf oder zehn Euro als persönliche Schmerzgrenze an.

Kosten und Tarife im Überblick

Manche Airlines bieten kostenlose Pakete für das Chatten an, diese sind jedoch oft auf die gehobenen Klassen beschränkt oder an eine Registrierung im Vielfliegerprogramm geknüpft. Wer mehr möchte, muss zur Kasse gebeten werden. Basis-Tarife für E-Mails und Messenger-Nachrichten beginnen laut Verivox-Analyse bereits bei 2,30 Euro. Streaming-Pakete starten ab 6 Euro, das teuerste Surf-Paket kostet 37 Euro.

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Bandbreite reicht oft nicht für HD-Streaming

Trotz neuer Satelliten in geringer Flughöhe, die eine bessere Internetverbindung versprechen, sollten Passagiere keine Wunder erwarten. Laut Verivox liegt die maximale Bandbreite bei den meisten untersuchten Airlines weiterhin bei vier Megabit pro Sekunde. Für flüssiges Streaming in HD-Qualität reicht das in vielen Fällen nicht aus. Wer dennoch Filme oder Serien schauen möchte, sollte vorab prüfen, welche Bandbreite angeboten wird. Ein hilfreicher Tipp: Filme und Serien bereits vor dem Flug auf Tablet oder Smartphone herunterladen.

Flugmodus bleibt aktiv

Bei der Nutzung des Bord-WLANs muss der Flugmodus nicht ausgeschaltet werden. Es genügt, den WLAN-Schalter in den Geräteeinstellungen manuell zu aktivieren. Der Flugmodus unterbricht die Mobilfunkverbindung zu Bodenstationen und verhindert so ungewollte Kosten. Zudem soll er insbesondere während Start und Landung Störungen der Bordelektronik und des Funkverkehrs ausschließen.

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