Der Wolf, der vor zwei Monaten eine Frau in einer Hamburger Einkaufspassage verletzt hatte, ist laut Umweltbehörde vermutlich tot. Das Signal seines Senders sei Ende Mai abgerissen, teilte ein Behördensprecher mit. Ein Defekt oder Verlust des Halsbandes gelte als unwahrscheinlich.
Umfangreiche Suchaktionen nach dem jungen männlichen Wolf blieben erfolglos. Weder das Tier noch der Sender konnten lokalisiert werden. Der Wolf war nach der Attacke im Stadtteil Altona in der Innenstadt eingefangen, mit einem Sender versehen und Anfang April im Süden Hamburgs wieder ausgewildert worden.
Nach der Auswilderung habe sich der Wolf unauffällig in einem festen Revier in Niedersachsen, über 150 Kilometer von Hamburg entfernt, niedergelassen. Auf seiner gesamten Route habe er sich wolfstypisch verhalten, so der Sprecher.
Die Umweltbehörde geht davon aus, dass der Wolf die Frau biss, als diese auf das panische Tier zuging, um es durch die Glastüren der Passage nach draußen zu lassen. Naturschützer bezweifeln dies und verweisen auf eine Zeugin, die gesehen haben will, dass der Wolf die Frau anspring, aber nicht gebissen habe.



