Gmail-Adresse ändern: Google erlaubt jetzt den risikolosen Wechsel
Sie haben sich vor Jahren mit einer unglücklichen Gmail-Adresse wie "Hotzenplotz2000" oder "Cinderella87" registriert und trauen sich seitdem nicht mehr, diese zu ändern? Google bietet nun eine Lösung an, die den lang ersehnten Wechsel ermöglicht, ohne dass Sie Ihre bisherige Adresse komplett aufgeben müssen.
Neue Funktion: Adressänderung mit Beibehaltung der alten Adresse
Der Internetkonzern führt derzeit schrittweise eine Option ein, mit der Nutzer ihre "Gmail.com"-Adresse des Google-Kontos ändern können. Die bisherige Adresse bleibt dabei als alternative Adresse erhalten und kann weiterhin genutzt werden, muss aber nicht mehr für die tägliche Kommunikation dienen.
So prüfen Sie, ob die Funktion bereits für Sie verfügbar ist: Melden Sie sich unter "myaccount.google.com" an, klicken Sie oben links auf "Persönliche Daten" und dann rechts in der Auflistung auf "E-Mail". Erscheint dort unter "E-Mail-Adresse Ihres Google-Kontos" die Option "E‑Mail-Adresse für das Google-Konto ändern", können Sie direkt mit der Änderung beginnen. Ist diese Option noch nicht sichtbar, müssen Sie sich noch etwas gedulden.
Wichtige Informationen zur Adressänderung
Für alle, die ihre Gmail-Adresse ändern möchten oder bereits geändert haben, gelten folgende Regeln:
- E‑Mails werden sowohl an die bisherige als auch an die neue Adresse problemlos zugestellt
- Die Änderung hat keine Auswirkungen auf gespeicherte Daten oder bereits empfangene E‑Mails
- Ein Wechsel zurück zur bisherigen E‑Mail-Adresse ist jederzeit möglich
- Eine Änderung der "Gmail.com"-Adresse ist nur alle zwölf Monate möglich
- Neue Adressen lassen sich nicht löschen und bleiben dauerhaft bestehen
- Die Anmeldung bei Google-Diensten wie Gmail, Maps, YouTube oder Drive funktioniert mit beiden Adressen
Alternative Lösungen: Punkte und Pluszeichen nutzen
Für alle, bei denen die Adressänderungsfunktion noch nicht verfügbar ist oder die einfach mehrere Adressvarianten für verschiedene Zwecke benötigen, bietet Gmail zwei praktische Tricks:
1. Der Punkt-Trick: Sie können Punkte im Adressnamen vor dem @-Zeichen beliebig ergänzen oder weglassen. Für Gmail spielt dies keine Rolle. Ob "[email protected]", "[email protected]" oder "[email protected]" – alle Versionen Ihrer Adresse mit Punkten gehören automatisch zu Ihnen und alle E‑Mails kommen an.
2. Der Pluszeichen-Trick: Noch vielseitiger ist die Nutzung des Pluszeichens. Alles, was nach einem Pluszeichen hinter dem Adressnamen steht, ignoriert Gmail beim Mailempfang. Aus "[email protected]" werden so beispielsweise "[email protected]" oder "[email protected]". Diese Hilfsadressen können Sie anschließend über Filterregeln nutzen, um bestimmte E‑Mails automatisch in Ordner zu sortieren oder direkt in den Spam-Ordner zu verschieben.
Während Gmail alle diese Basteladressen gleich behandelt und Mails problemlos ins Postfach zustellt, erscheinen sie für alle anderen als eigenständige Adressen. So können Sie Ihre E‑Mail-Kommunikation effektiv organisieren, ohne auf die offizielle Adressänderungsfunktion warten zu müssen.



