Ein internationales Expeditionsteam an Bord des deutschen Forschungseisbrechers Polarstern hat im Weddellmeer der Antarktis eine bisher unbekannte Insel entdeckt. Die Insel ist etwa 130 Meter lang, 50 Meter breit und ragt rund 16 Meter aus dem Meer. Sie war auf keiner Seekarte verzeichnet.
Die Entdeckung gelang Anfang Februar, als heftige Stürme die Forschungsarbeiten stoppten und das Team im Windschatten einer Insel Schutz suchte. Aus der Ferne wirkte das Objekt zunächst wie ein Eisberg, der jedoch „irgendwie dreckig aussah“. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um festes Land handelte.
Zur genauen Untersuchung setzte das Team eine Drohne und Messgeräte ein. Die aufgenommenen Bilder wurden aufwendig ausgewertet, um ein Höhenmodell und ein genau verortetes Luftbild zu erstellen. So konnten die Küstenlinien erstmals präzise vermessen werden.
Auf bisherigen Karten war die Insel lediglich als unklare Gefahrenstelle verzeichnet und etwa eine Seemeile vom tatsächlichen Ort entfernt eingezeichnet. Die Insel trägt noch keinen Namen, soll aber bald offiziell benannt und in internationale Seekarten aufgenommen werden.



