KI-Assistenz für Thüringer Ausländerbehörden: Digitaler Meilenstein
KI-Assistenz für Thüringer Ausländerbehörden

Die Mitarbeiter in den Thüringer Ausländerbehörden erhalten künftig digitale Unterstützung durch eine künstliche Intelligenz. Wie das Migrationsministerium in Erfurt mitteilte, können die Behörden bei der Bearbeitung von Anträgen zum Aufenthaltsstatus von Menschen aus dem Ausland nun eine KI-basierte Assistenz nutzen. Staatssekretär Christian Klein bezeichnete die Einführung als „Meilenstein bei der Digitalisierung der Migrationsverwaltung im Freistaat“.

Funktionsweise der KI-Assistenz

Das neue System durchsucht die eingereichten Anträge automatisch nach unvollständigen oder widersprüchlichen Angaben sowie fehlenden Dokumenten. Es gibt den Sachbearbeitern konkrete Hinweise, welche Ergänzungen noch notwendig sind. Ziel sei es, die Bearbeitungszeiten deutlich zu reduzieren und die Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten.

Entwicklung und Finanzierung

Die KI-Lösung wurde nach Angaben des Ministeriums von den Bundesländern gemeinsam unter der Leitung Brandenburgs entwickelt und finanziert. Das Land Thüringen übernimmt die Einführungskosten für die Ausländerbehörden. Die Lösung ist Teil des Programms „Aufenthalt Digital“, das bundesweit zehn digitale Dienste für den Umgang mit Aufenthaltstiteln umfasst. Thüringen setzt damit als eines der ersten Länder die neue Technologie in der Praxis ein.

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Mit der Einführung der KI-Assistenz reagiert das Land auf die steigende Zahl von Asyl- und Aufenthaltsanträgen. Allein im Jahr 2025 gingen in Thüringen rund 15.000 Erstanträge auf Aufenthaltstitel ein, Tendenz steigend. Die Behörden hoffen, durch die Automatisierung von Routineprüfungen mehr Zeit für die individuelle Beratung der Antragsteller zu gewinnen.

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