KI-Ingenieur Steven Gao: „Menschen werden KI nicht schlagen können“
KI-Ingenieur Steven Gao: „Menschen werden KI nicht schlagen können“

Vom Tesla-Pionier zum KI-Gründer

Steven Gao, einer der ersten Tesla-Ingenieure in China, hat in Shanghai die Batterieproduktion für Elon Musk aufgebaut. Heute entwickelt er mit seiner Firma IndustrialMind KI-Systeme, die Ingenieure ersetzen sollen. Im Podcast Handelsblatt Disrupt spricht er über die Herausforderungen und die Zukunft des Maschinenbaus.

Arbeit unter Druck für den reichsten Mann der Welt

Gao beschreibt, wie er unter enormem Zeitdruck komplexe Probleme für Musk lösen musste. „Bei Tesla lernt man, schnell zu denken und pragmatische Lösungen zu finden“, sagt er. Die Erfahrung in China prägte seinen Ansatz: Probleme direkt anzugehen, statt lange zu analysieren.

KI als überlegener Ingenieur

Mit IndustrialMind entwickelt Gao KI-Systeme, die virtuelle Ingenieure darstellen. Sie können Konstruktionsaufgaben übernehmen, die bisher Menschen vorbehalten waren. „Bei dem aktuellen Entwicklungstempo sehe ich keine Chance, dass Menschen die KI auf lange Sicht schlagen können“, erklärt er im Gespräch mit Host Larissa Holzki.

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Deutsche Ausbildung, aber keine Karriere in Deutschland

Gao studierte in Deutschland, entschied sich aber gegen eine Karriere hier. „Die deutsche Arbeitskultur ist zu langsam für mich“, sagt er. Stattdessen zog es ihn nach China und später in die USA, wo er sein Unternehmen gründete. Er lobt die deutsche Grundlagenausbildung, kritisiert aber die mangelnde Agilität in der Industrie.

Aufgaben, die für Menschen bleiben

Trotz der KI-Überlegenheit sieht Gao Bereiche, in denen Menschen weiterhin gefragt sind: kreative Problemlösung, ethische Entscheidungen und Kundenkontakt. „Die KI kann optimieren, aber nicht entscheiden, was richtig ist“, so der Gründer. Die Zukunft gehöre der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

Podcast-Details und Kontakt

Die Folge von Handelsblatt Disrupt mit Steven Gao ist ab sofort verfügbar. Produziert wurde sie von Migo Fecke. Hörer können Fragen und Feedback in der LinkedIn-Gruppe oder per E-Mail an disrupt@handelsblatt.com einreichen. Ein exklusives Abo-Angebot gibt es unter handelsblatt.com/sommer26.

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