Münchner Feuerwehr setzt auf KI-Sprachbot für Krankentransporte
KI-Sprachbot entlastet Münchner Feuerwehr bei Transporten

Münchner Feuerwehr führt KI-Sprachbot für Krankentransporte ein

Die Branddirektion München hat in Zusammenarbeit mit Microsoft einen innovativen KI-gestützten Sprachbot entwickelt, der speziell für die Aufnahme von Krankentransporten konzipiert wurde. Dieser soll die Integrierte Leitstelle (ILS) der Feuerwehr erheblich entlasten und die Effizienz steigern.

Hintergrund und Entwicklung des Projekts

In der Integrierten Leitstelle der Branddirektion München gehen täglich rund 2500 Anrufe ein, darunter etwa 400 Anfragen für Krankentransporte. Viele dieser Transporte sind nicht-kritisch und planbar, doch aufgrund der Priorisierung von Notrufen kam es bisher häufig zu Telefon-Wartezeiten von mehreren Minuten und zusätzlichem Stress für die Mitarbeiter.

Innerhalb von 15 Monaten entstand die Lösung in enger Abstimmung mit den IT- und Datenschutzverantwortlichen der Branddirektion sowie beteiligten Kliniken. Der KI-Sprachbot wurde im Rahmen der "Microsoft AI Tour" in den Eisbach-Studios in Daglfing der Öffentlichkeit präsentiert.

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Funktionsweise und klare Aufgabentrennung

Ein zentrales Prinzip des Projekts ist die strikte Trennung zwischen menschlichen und KI-Aufgaben. Der Sprachbot bearbeitet ausschließlich geplante, nicht-kritische Krankentransporte. Sobald die KI Unsicherheiten erkennt oder einen möglichen Notfall vermutet, wird der Anruf sofort an menschliche "Calltaker" übergeben.

"Die KI hilft – der Mensch rettet", betonte Wolfgang Schäuble, Leiter der Branddirektion München. "Wir erleben seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg an Notrufen und Krankentransporten. Prozesse wurden bereits mehrfach optimiert, aber personell und auch räumlich haben wir mittlerweile eine Grenze erreicht. Die Automatisierung war für uns eine Notwendigkeit."

Praktische Vorteile und Testphase

Professor Dr. Matthias Klein, Leiter der Notaufnahme des Klinikums Großhadern, testete die KI in der Praxis. Seine Notaufnahme behandelt bis zu 150 Patienten pro Tag, wovon 40 bis 50 stationär aufgenommen werden. Verzögerte Transportanmeldungen können dazu führen, dass Patienten zwar behandelt sind, aber die Notaufnahme nicht verlassen können.

"In der Testphase hat sich die KI bewährt", so Dr. Klein. "Transporte konnten sofort angemeldet und Informationen frei formuliert übermittelt werden. Fehlende Informationen werden gezielt nachgefragt. Der Chatbot kennt keine Warteschleife, was den Prozess insgesamt erheblich beschleunigt."

Digitalisierungsschub für die Leitstelle

Kreisverwaltungsreferentin Hanna Sammüller unterstrich die Bedeutung des Projekts: "Mit dem Einsatz des KI-Sprachbots in unserer Leitstelle gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung und Effizienz. Künstliche Intelligenz unterstützt unsere Disponenten dabei, noch schneller und präziser zu handeln – zum Schutz der Münchner."

Die Einführung des KI-Sprachbots markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Digitalisierung der Münchner Feuerwehr und zeigt, wie innovative Technologien im öffentlichen Dienst sinnvoll eingesetzt werden können, um kritische Infrastrukturen zu entlasten und die Dienstleistungsqualität zu verbessern.

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