OpenAI schließt Deal mit US-Verteidigungsministerium für KI-Einsatz bei Militär
OpenAI-Deal mit US-Verteidigungsministerium für KI-Militäreinsatz

OpenAI schließt umstrittenen Deal mit US-Verteidigungsministerium

In einer kontroversen Entwicklung hat sich OpenAI nach eigenen Angaben mit dem US-Verteidigungsministerium auf die Nutzung seiner KI-Software für militärische Zwecke geeinigt. Die Vereinbarung folgt auf den spektakulären Bruch zwischen dem Pentagon und dem KI-Konkurrenten Anthropic, der sich weigerte, seine Technologie für bestimmte militärische Anwendungen bereitzustellen.

Streit mit Anthropic eskaliert

Der Konflikt zwischen dem US-Verteidigungsministerium und Anthropic erreichte am Freitag seinen Höhepunkt, als Pentagon-Chef Pete Hegseth das Unternehmen als "Lieferketten-Risiko für die nationale Sicherheit" einstufte. Mit sofortiger Wirkung dürfen Auftragnehmer, Zulieferer oder Partner des US-Militärs keine Geschäfte mehr mit Anthropic tätigen. Das Unternehmen soll dem Verteidigungsministerium noch maximal sechs Monate lang Dienstleistungen bereitstellen, um einen Übergang zu einem alternativen Anbieter zu ermöglichen.

OpenAI springt in die Bresche

OpenAI-Chef Sam Altman verkündete auf der Plattform X: "Heute Abend haben wir mit dem Kriegsministerium eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in dessen klassifiziertem Netzwerk einzusetzen." Altman betonte, dass zwei zentrale Sicherheitsprinzipien in die Vereinbarung aufgenommen wurden: das Verbot inländischer Massenüberwachung und die menschliche Verantwortung für den Einsatz von Gewalt, einschließlich autonomer Waffensysteme.

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"Das Kriegsministerium stimmt diesen Prinzipien zu, verankert sie in Gesetz und Richtlinien, und wir haben sie in unsere Vereinbarung aufgenommen," erklärte der OpenAI-Chef weiter. Pentagon-Chef Hegseth und der ranghohe Beamte Emil Michael teilten Altmans Statement auf ihren eigenen X-Konten.

Technische Schutzmaßnahmen geplant

Altman kündigte an, dass OpenAI technische Schutzmaßnahmen entwickeln werde, um sicherzustellen, dass sich die KI-Modelle wie vorgesehen verhalten. Diese Maßnahmen entsprechen laut Altman auch dem Wunsch des Verteidigungsministeriums. Der OpenAI-Chef rief das Pentagon zugleich dazu auf, diese gleichen Bedingungen allen KI-Unternehmen anzubieten – "Bedingungen, die unserer Meinung nach jedes Unternehmen akzeptieren sollte".

Hintergrund des Konflikts

Der Streit entzündete sich an den unterschiedlichen Positionen zur Nutzung künstlicher Intelligenz für militärische Zwecke. Anthropic-Chef Dario Amodei hatte darauf bestanden, dass die KI seiner Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt werden darf. Diese Haltung führte schließlich zum Bruch mit der US-Regierung.

Die Maßnahme gegen Anthropic erfolgte im Zusammenhang mit einer Anweisung von Präsident Donald Trump, wonach alle Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen. OpenAI und Anthropic wetteifern seit längerem darum, ihre KI-Software in Unternehmen und Behörden zu platzieren.

Weitere Details des zwischen OpenAI und dem Verteidigigungsministerium geschlossenen Deals sind bislang nicht bekannt. Die Entwicklung markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Zusammenarbeit zwischen KI-Unternehmen und staatlichen Sicherheitsbehörden.

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