Samsung Galaxy S26 Ultra: Das Handy mit eingebautem Blickschutz
Christian Just, Ressortleiter bei COMPUTER BILD, hat die neue Samsung-Serie bereits ausprobiert. Genervt von heimlichen Mitlesern in öffentlichen Verkehrsmitteln? Das neue Samsung Galaxy S26 Ultra könnte die Lösung sein. Während die kleineren Modelle S26 und S26 Plus nur moderate Verbesserungen bieten, setzt das Flaggschiff mit einer innovativen Bildschirmtechnik neue Maßstäbe.
Privacy Display: Fünf Jahre Forschung gegen neugierige Blicke
Die größte Innovation des S26 Ultra ist das integrierte Privacy Display. Fünf Jahre lang haben Samsung-Ingenieure an dieser Technik gearbeitet, die ähnlich wie eine Blickschutzfolie funktioniert, aber ohne deren Nachteile auskommt. Wer schräg von der Seite auf den Bildschirm schaut, sieht nur eine schwarze Fläche, während der Nutzer alles klar erkennen kann.
Der entscheidende Vorteil: Die Funktion lässt sich nach Belieben ein- und ausschalten. Technisch werden dabei per Software gezielt Pixel deaktiviert, die für die schräge Betrachtung relevant sind. Im Praxis-Test fiel lediglich eine minimal reduzierte Helligkeit bei aktiviertem Blickschutz auf. Empfehlenswert ist daher, den Schutz nur für sensible Anwendungen wie PIN-Eingaben oder private Nachrichten zu aktivieren.
Technische Stärken: Schnelleres Laden und verbesserte Kameras
Abgesehen vom Privacy Display überzeugt das S26 Ultra als technisch starkes Android-Smartphone. Im Vergleich zum Vorgänger S25 Ultra bietet es einen schnelleren Prozessor und unterstützt erstmals bei Samsung Ladegeschwindigkeiten von bis zu 60 Watt. Die Kameraausstattung wurde ebenfalls verbessert: Vier Kameras auf der Rückseite, darunter zwei Tele-Linsen mit lichtstärkeren Objektiven, sollen besonders Nachtvideos deutlich verbessern.
Weitere Highlights sind der integrierte Bildschirmstift, der gut entspiegelte Bildschirm und eine neue Entwacklungstechnik („Super Steady Video“) für ruckelfreie Aufnahmen bei Bewegung. Diese Funktionen finden sich ausschließlich im Ultra-Modell.
KI-Funktionen: Von automatischen Terminprüfungen bis zur Bildbearbeitung
Samsung hat die KI-Integration in der S26-Serie deutlich verfeinert. Die „Galaxy AI“ meldet sich in Alltagssituationen mit hilfreichen Tipps, etwa bei der Terminplanung. Besonders beeindruckend sind die erweiterten Bildbearbeitungsmöglichkeiten: Mit einfachen Textbeschreibungen („Prompts“) lassen sich Bilder komplett verwandeln – im Test wurde eine Berglandschaft kurzerhand gegen die Skyline von San Francisco ausgetauscht.
Für Datenschutzbewusste gibt es eine wichtige Option: Anders als bei Google kann der Datenversand ins Internet komplett deaktiviert werden, allerdings funktioniert dann auch der vorinstallierte Sprachassistent Gemini nicht mehr. Insgesamt bietet die S26-Serie drei Assistenten: Google Gemini als Standard, Samsung Bixby für Geräteeinstellungen und Perplexity („Hey Plex!“).
Preise und Verfügbarkeit
Die Preise der neuen Samsung-Serie zeigen unterschiedliche Entwicklungen. Während das kleinste Modell S26 mit 999 Euro UVP teurer ist als sein Vorgänger (899 Euro) und sogar 50 Euro mehr kostet als das iPhone 17, bleibt das S26 Ultra mit 1.449 Euro preislich unverändert. Zum Start der Vorbestellungen bieten viele Händler kostenlose Speicherupgrades und attraktive Konditionen für Inzahlungnahmen alter Geräte.
Fazit: Privacy Display als wegweisende Innovation
Das Samsung Galaxy S26 Ultra beeindruckt vor allem mit seinem integrierten Privacy Display, das sich als weitaus alltagstauglicher erweist als herkömmliche Blickschutzfolien. Die technischen Verbesserungen wie schnelleres Laden und erweiterte KI-Funktionen sind willkommene, wenn auch erwartbare Weiterentwicklungen. Ob die Kameraverbesserungen bei Nachtaufnahmen tatsächlich spürbar sind, muss der ausführliche Test zeigen. Für alle, die Wert auf Privatsphäre unterwegs legen, setzt das S26 Ultra mit seiner Blickschutztechnik jedoch neue Maßstäbe im Smartphone-Markt.



