Deutsche Astronauten Gerst und Maurer fest entschlossen zum Mond
Deutsche Astronauten fest entschlossen zum Mond

Deutsche Astronauten rechnen fest mit Flug zum Mond

Auf der Internationalen Raumstation ISS waren sie bereits, nun streben sie nach dem Mond: Die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer zeigen sich zuversichtlich, dass sie beide eines Tages zum Erdtrabanten reisen werden. „Wir sind überzeugt, dass wir beide den Weg zum Mond schaffen“, sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin.

Artemis 3 startet 2027 ohne deutsche Beteiligung

Die für 2027 geplante Mission „Artemis 3“ wird ohne die beiden Deutschen stattfinden. Stattdessen wird der Italiener Luca Parmitano als erster Europäer an Bord sein. Die Mission sieht keine Mondlandung vor, sondern erprobt in einer Erdumlaufbahn Andockmanöver mit Mondlandefähren. Für die deutschen Astronauten kam diese Entscheidung nicht überraschend. „Wir wussten das“, erklärte Gerst. Er zeigte sich dennoch erfreut: „Im Gegenteil, das ist eine sehr gute Nachricht für Gesamteuropa.“ Man dürfe nicht in einzelnen Missionen denken, es gehe um den Beginn eines neuen Zeitalters, in dem der Mond als nächster Kontinent erforscht werde. „Und da geht es nicht um eine Mission, sondern um ganz viele.“

Zwei Mondmissionen für 2028 geplant

Für 2028 sind gleich zwei Mondmissionen vorgesehen: „Artemis 4“ und „Artemis 5“. Wer von den beiden Deutschen mitfliegen darf, sei noch unklar. Maurer betonte, dass sie sich nicht einigen müssten: „Der eine fliegt halt einen Flug eher, der andere fliegt dann halt den Flug danach.“ Die endgültige Entscheidung trifft Josef Aschbacher, Chef der Europäischen Raumfahrtagentur Esa. „Es ist meine Entscheidung“, sagte Aschbacher, ohne weitere Details zu verraten. Der Flug zum Mond sei natürlich der wirklich interessante Flug. „Da sind wir momentan in sehr guter Diskussion mit der Nasa.“

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Verzögerungen in der Vergangenheit, aber Pläne bleiben

In der Vergangenheit gab es immer wieder Verzögerungen bei den Artemis-Missionen. Aschbacher versicherte jedoch, dass sich an den Plänen für die Missionen 4 und 5 nichts geändert habe. Die Verantwortung liege bei der Nasa, die Esa unterstütze mit Bauteilen. „Also wir sind im Zeitplan und wir sind zuverlässig, aber die gesamte Verantwortung hat natürlich die Nasa.“ Gerst und Maurer sind erfahrene Astronauten: Gerst flog 2014 und 2018 zur ISS, Maurer 2021. Sie bleiben optimistisch, bald ihren Fuß auf den Mond setzen zu können.

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