Deutscher als erster Europäer auf dem Mond: Experte sieht Chance weiterhin
Deutscher als erster Europäer auf dem Mond? Chance bleibt

Überraschende Nominierung eines Europäers für Artemis-3

Die NASA hat überraschend bekannt gegeben, dass der italienische Astronaut Luca Parmitano an der Mission Artemis-3 des Mondprogramms teilnehmen wird. Diese Mission soll jedoch nicht auf dem Mond landen, sondern in Erdnähe bleiben. Raumfahrtexperte Ludwig Moeller vom Thinktank Espi in Wien sieht darin keinen Widerspruch zu den Ambitionen deutscher Astronauten, als erste Europäer den Mond zu betreten.

Artemis-3: Testmission ohne Mondlandung

Anders als ursprünglich geplant, ist bei Artemis-3 keine Mondlandung vorgesehen. Stattdessen soll das Andocken des Raumschiffs Orion an Mondlandesysteme getestet werden. Die Mission dient dazu, die Technik für eine spätere Mondlandung zu erproben, möglichst nahe an der Erde. Die rund zweiwöchige Mission ist ein wichtiger Schritt für das Artemis-Programm, das langfristig eine Rückkehr von Menschen zum Mond vorsieht.

ESA-Chef Aschbacher: Parmitano als Testpilot ausgewählt

Der Chef der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Josef Aschbacher, erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass Parmitano aufgrund seines Profils als Testpilot ausgewählt wurde. Die NASA habe explizit einen Testpiloten gesucht, und Parmitano sei der einzige Testpilot im ESA-Astronautenkorps. Aschbacher hatte bereits im November angekündigt, dass die ersten Europäer auf einer Mondmission deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein würden, wobei Deutschland an erster Stelle stehe. Allerdings müssen die Plätze für ESA-Astronauten aufgrund von Programmänderungen neu verhandelt werden.

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Transatlantische Zusammenarbeit als Schlüssel

Für Experte Moeller zeigt die überraschende Nominierung Parmitanos, dass die transatlantische Zusammenarbeit ein zentraler Bestandteil der zukünftigen Raumfahrtkooperation bleibt. Dies sei ein positives Signal für die internationale Partnerschaft zwischen der NASA und der ESA. Moeller betont, dass die Auswahl Parmitanos nicht im Konflikt mit dem Ziel eines deutschen Astronauten als erstem Europäer auf dem Mond stehe, da Artemis-3 keine Mondmission sei.

Ausblick: Deutsche Astronauten mit Mondambitionen

Trotz der Nominierung Parmitanos bleiben die Chancen für deutsche Astronauten intakt, als erste Europäer den Mond zu betreten. Die ESA und die NASA arbeiten weiterhin eng zusammen, um die nächsten Schritte des Artemis-Programms zu planen. Für die deutschen Astronauten mit Mondambitionen bedeutet dies, dass sie weiterhin auf eine historische Mission hoffen können. Die Raumfahrtgemeinschaft blickt gespannt auf die weiteren Entwicklungen und die mögliche Beteiligung deutscher Astronauten an künftigen Mondlandungen.

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