Indien: Erster privater Raketenstart Vikram-1 erfolgreich
Indien: Erster privater Raketenstart erfolgreich

Indien hat einen historischen Meilenstein in der Raumfahrt erreicht: Erstmals brachte eine privat entwickelte Trägerrakete Satelliten in die Erdumlaufbahn. Der Testflug der Vikram-1 des Start-ups Skyroot Aerospace verlief erfolgreich, wie das Unternehmen auf der Plattform X mitteilte. Die Rakete setzte ihre Nutzlasten in einer Umlaufbahn in rund 450 Kilometern Höhe aus.

Drittes Land mit privaten Orbitalstarts

Mit diesem Start ist Indien weltweit das dritte Land, das über die Fähigkeit zu privaten Orbitalstarts verfügt, hieß es von Skyroot Aerospace. Bisher konnten nur die USA und China Orbitalstarts mit privaten Unternehmen durchführen. In Europa arbeiten Firmen wie Isar Aerospace ebenfalls daran, diese Schwelle zu erreichen. Der Testflug diente dazu, die Rakete auf ihren kommerziellen Einsatz vorzubereiten.

Glückwünsche von Premierminister Modi und Isro

Premierminister Narendra Modi und die indische Weltraumbehörde Isro gratulierten zum erfolgreichen Start. „Die Mission markiert einen bedeutenden Meilenstein für den privaten Raumfahrtsektor Indiens und spiegelt die wachsende Leistungsfähigkeit des Raumfahrt-Ökosystems des Landes wider“, erklärte Isro auf X. Die mehrstufige Rakete hob am Samstag um kurz nach 12 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre an der Ostküste Indiens ab, wie Livebilder indischer Sender zeigten.

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Mission „Aagman“: Sechs Nutzlasten an Bord

Skyroot Aerospace entwickelt nach eigenen Angaben „On-Demand-Trägerraketen“, die auf Abruf Satelliten ins All befördern sollen. Die Vikram-1 ist für kleine Satelliten bis zu 350 Kilogramm ausgelegt. Beim Testflug im Rahmen der Mission „Aagman“ (Sanskrit für „Ankunft“) beförderte sie sechs Nutzlasten. Darunter befanden sich ein Roboterarm, mit dem Weltraumschrott im Orbit aufgesammelt werden soll, sowie kleinere Satelliten.

Wandel im indischen Raumfahrtsektor

Der Weltraumsektor Indiens durchläuft nach Angaben der Regierung derzeit eine Periode wichtiger Veränderungen. Vor drei Jahren habe die Weltraumpolitik es ermöglicht, dass auch nicht-staatliche Akteure an der gesamten Wertschöpfungskette der Raumfahrt teilnehmen könnten. Dieser Schritt öffnet den Markt für private Initiativen und könnte Indiens Position in der globalen Raumfahrtindustrie weiter stärken.

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