Historische Entscheidung im All: NASA-Astronaut Mike Fincke stoppte ISS-Mission
Washington (USA) – Ein beispielloser Vorfall in der Geschichte der Raumfahrt: Erstmals musste die Internationale Raumstation ISS eine Mission vorzeitig abbrechen. Im Januar 2026 holte die US-Raumfahrtbehörde NASA die Astronauten Oleg Platonov (39), Mike Fincke (58), Zena Cardman (38) und Kimiya Yui (55) wegen eines Krankheitsfalls zurück zur Erde. Zur Identität des erkrankten Crew-Mitglieds und zu Details der gesundheitlichen Probleme hatte sich die NASA zunächst bedeckt gehalten.
Der Betroffene meldet sich zu Wort
Jetzt hat sich der verantwortliche Astronaut selbst geäußert. US-Astronaut Mike Fincke erklärte über die NASA, dass sein medizinisches Problem die Rückholaktion veranlasst habe. Erste gesundheitliche Beschwerden traten bereits am 7. Januar auf. Durch die sofortige Behandlung durch die anderen Crew-Mitglieder und die umfassende Unterstützung des Bodenpersonals konnte sich sein Zustand jedoch stabilisieren.
Keine Notfall-Evakuierung
Die Crew habe sich bewusst dafür entschieden, die notwendigen medizinischen Untersuchungen am Boden durchführen zu lassen, wo alle diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Inzwischen gehe es ihm wieder sehr gut. Weitere Details zu dem medizinischen Vorfall teilte Fincke nicht mit. Der erfahrene Astronaut betonte jedoch ausdrücklich, dass es sich nicht um eine Notfall-Evakuierung gehandelt habe. Vielmehr habe man moderne Diagnosegeräte nutzen wollen, die an Bord der Raumstation nicht vorhanden sind.
Vierter Flug ins All für den erfahrenen Astronauten
Eigentlich sollte die Crew 11 noch mehrere Wochen im All bleiben. Für Cardman und Platonov war es der erste Flug ins All, für Yui der zweite und für Fincke bereits der vierte Raumflug. Der Betrieb auf der ISS läuft derweil weiter: Derzeit befinden sich NASA-Astronaut Christopher Williams und die beiden Kosmonauten Sergej Mikaew und Sergej Kud-Swertschkow an Bord. Sie waren im November mit einer Sojus-Rakete gestartet und sollen noch bis zum Sommer im Weltraum bleiben.
Diese historische Entscheidung markiert einen wichtigen Moment in der bemannten Raumfahrt und unterstreicht die Bedeutung umfassender medizinischer Versorgung auch unter extremen Bedingungen. Die professionelle Handhabung des Vorfalls durch alle Beteiligten zeigt die Reife der internationalen Raumfahrtzusammenarbeit.



