Die US-Raumfahrtbehörde Nasa erwägt, einen ursprünglich für den Mars entwickelten Rover zum Mond zu schicken. Dabei handelt es sich um eine Entwicklungsversion der unbemannten Rover „Perseverance“ und „Curiosity“, die den Namen „Promise“ (deutsch: Versprechen) trägt. Dies gab die Nasa bei einer Pressekonferenz bekannt, betonte jedoch, dass die Pläne noch nicht finalisiert seien.
Vier neue Mondmissionen vergeben
Bereits in Auftrag gegeben wurden dagegen vier weitere unbemannte Missionen zum Mond. Die Nasa wählte dafür die US-Unternehmen Astrobotic, Firefly Aerospace und Intuitive Machines aus. Sie sollen zahlreiche wissenschaftliche Instrumente zum Erdtrabanten transportieren. Zuvor hatte die Nasa mitgeteilt, dass allein in diesem Jahr noch drei unbemannte Mondmissionen starten sollen.
Mondstation in den 2030er Jahren
Etwa ab den frühen 2030er Jahren soll eine dauerhaft bewohnbare Mondstation entstehen. Nasa-Chef Jared Isaacman hatte die Mondpläne der Behörde erst vor wenigen Monaten umgeworfen und das Ziel einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond ausgegeben. Hintergrund ist der globale Konkurrenzkampf im All.
Wettlauf mit China
Größter Konkurrent der USA ist China, das bis 2030 Menschen auf den Mond bringen will. Auch Russland hat ähnliche Pläne, kämpft jedoch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Im April waren mit der „Artemis 2“-Mission der Nasa erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes gelangt. Die Astronauten Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen starteten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida, umrundeten den Mond und kehrten zur Erde zurück. Sie landeten im Pazifik nahe San Diego und entfernten sich dabei weiter von der Erde als je ein Mensch zuvor.



