Nasa-Chef Isaacman wirft Artemis-Mondplan über Bord - Neue Strategie für Mondmissionen
Nasa schmeißt Artemis-Mondplan um - Neue Strategie

Nasa-Chef Isaacman wirft Artemis-Mondplan über Bord - Neue Strategie für Mondmissionen

Die erste bemannte Mondmission seit mehr als fünf Jahrzehnten lässt wegen anhaltender technischer Schwierigkeiten weiter auf sich warten. Jetzt greift der neue Nasa-Chef Jared Isaacman mit drastischen Planänderungen durch und wirft die bisherige Strategie für das krisengeplagte Mondprogramm "Artemis" komplett über Bord.

Artemis 3: Landung gestrichen, Docking-Mission vorgezogen

Die Mission "Artemis 3", mit der ursprünglich frühestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, wird nun bereits im kommenden Jahr starten - allerdings ohne Mondlandung. Stattdessen soll die "Orion"-Kapsel sich bei dieser Mission im Weltraum mit einem oder zwei Mondlandern zusammendocken. Diese entscheidende Änderung gab Isaacman bei einer Pressekonferenz in Cape Canaveral bekannt.

Die Mondlander werden von privaten Raumfahrtunternehmen entwickelt: SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk und Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos sind für die Konstruktion und den Bau verantwortlich. Diese Partnerschaft mit kommerziellen Anbietern markiert einen strategischen Wandel in der amerikanischen Raumfahrtpolitik.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Beschleunigtes Tempo gegen internationale Konkurrenz

"Die Abstände zwischen den einzelnen Missionen waren bisher zu groß", begründete Isaacman die radikalen Änderungen. "Mit stetig zunehmender glaubhafter Konkurrenz von unserem größten geopolitischen Kontrahenten müssen wir uns schneller bewegen, Verzögerungen eliminieren und unsere Ziele erreichen."

Seit Jahren tobt ein neuer Wettlauf der Raumfahrtnationen zum Mond. Größter Konkurrent der USA ist China mit dem ambitionierten Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland plant bemannte Mondmissionen, kämpft jedoch mit erheblichen Verzögerungen aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten.

Artemis 2: Erste bemannte Mondumrundung seit 50 Jahren

Die Mission "Artemis 2" soll unterdessen weiter wie geplant so bald wie möglich starten. Mit dieser historischen Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die vierköpfige Besatzung - die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen - wird bei der etwa zehntägigen Mission um den Mond herum fliegen.

Zuletzt waren US-Astronauten im Jahr 1972 auf dem Mond. Die geplante Mondumrundung von Artemis 2 markiert somit einen bedeutenden Meilenstein in der Rückkehr der Menschheit zum Erdtrabanten.

Technische Probleme verzögern Artemis 2

Aufgrund von technischen Problemen am Raketensystem verzögert sich "Artemis 2" momentan allerdings erheblich. Ein neues konkretes Startdatum steht noch nicht fest. Das komplexe Raketensystem - bestehend aus der Rakete "Space Launch System" und der "Orion"-Kapsel - wurde in den vergangenen Tagen für umfangreiche Reparaturarbeiten zurück in den Hangar gebracht.

Dort soll ein Problem mit der Helium-Zufuhr gelöst werden. Bei vorherigen Tests waren bereits mehrere weitere technische Schwierigkeiten aufgetaucht, die teilweise bereits behoben werden konnten. Diese Verzögerungen unterstreichen die technischen Herausforderungen des ambitionierten Mondprogramms.

Zwei Landungsversuche für 2028 geplant

In einer weiteren Überraschung kündigte Isaacman an, dass es 2028 möglicherweise sogar gleich zwei Mondlandungsversuche geben könnte - "Artemis 4" und "Artemis 5". Diese parallele Planung zeigt das neue Tempo, das die Nasa unter ihrer aktuellen Führung anstrebt.

Die grundlegende Neuausrichtung des Artemis-Programms unterstreicht den wachsenden Druck im internationalen Wettlauf zum Mond und die Entschlossenheit der USA, ihre führende Position in der Raumfahrt zu behaupten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration